Der vom Wein berauschte Thespis, der Erfinder der Tragödie, wird von Momus, dem Gott der Kritik, und Thalia, der Muse der Komödie, aus dem Schlaf geweckt. Er beschließt, ein Schauspiel aufzuführen, das Götter und Menschen gleichermaßen verspotten soll: Um seine Gattin Juno vom Unrecht ihrer ewigen Eifersucht zu überzeugen, beschließt Jupiter, sich ein besonders lächerliches Objekt seiner scheinbaren Begierde auszusuchen.
Seine Wahl fällt auf die hässliche Quellnymphe Platée. Sie haust mit Fröschen und Kröten in einem Sumpf und sehnt sich nach Liebe. Mit kaum zu bremsender Leidenschaft geht sie auf Jupiters Heiratsantrag ein. Erst als sie schon Braut
ist – soweit kommt es –, reißt Juno Platée den Schleier vom Gesicht, und kann nicht anders, als in schallendes Gelächter auszubrechen. Das göttliche Paar steigt versöhnt in den Himmel auf, während sich Platée gekränkt in den Sumpf zurückzieht.
Jean-Philippe Rameau (1683 – 1764) hat mit Platée ein Werk geschaffen, das nicht nur in der französischen Barockmusik einzigartig ist. Tanz, Gesang und Szene verbinden sich hier zu einem Gesamtkunstwerk, das bei allen parodistischen und komisch-absurden Elementen auch eine menschlich tiefe und anrührende Geschichte erzählt. Die 1745 uraufgeführte Oper Platée ist das beliebteste Stück Rameaus.
Besetzung
Musikalische Leitung
Martin Braun /
Sigurd Hennemann
Inszenierung
Bühne und Kostüme
Choreographie
Dramaturgie
Felix Losert
Besetzung
Platée
William Saetre /
Matthäus Schmidlechner
Cithéron
Mercure/Thespis
Jupiter
Momus
Junonhttp://www.landestheater-linz.at/1114_DE-Andere-Kurzbio.628F7AD3ba8a16c46d5bef9d956a163dff434f84?persid=76
Katrin Adel
La Folie
Gotho Griesmeier /
Cheryl Lichter
Amour/Clarine
Thalie
Cheryl Lichter / Gotho Griesmeier
Premiere am 6.2.2010
Weitere Aufführungen bis zum 10.3.2010
Kontakt
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