Für den neuen Küchenanbau beim Arp Museums in Remagen ist der us-amerikanische Stararchitekt Richard Meier im Gespräch. Der Umbau sei laut dem Finanzministerium wegen des boomenden Tagesgeschäfts sowie anderer Veranstaltungen erforderlich.
Nach einer ersten groben Einschätzung der Kosten seien laut dem Finanzministerium Rheinland-Pfalz im Landeshaushalt zwei Millionen Euro für die Baumaßnahmen im Haushalt eingestellt. Sollten sich die reinen Planungsleisten Meiers jedoch auf mehr als 200.000 Euro belaufen, so werde es zu einer allgemeinen Ausschreibung kommen, auf die auch andere Architekten reagieren können.
Meier hatte bereits den Neubau des 2007 eröffneten Museums in Remagen-Rolandseck geplant. Dabei ist das blendend weiße Gebäude mit dem historischen Künstlerbahnhof Rolandseck verbunden, der auch die Restauration des Museums beherbergt. Im Gebäudekomplex sind auch Werke des deutsch-französischen Dadaismus-Mitbegründers Hans Arp (1886-1966) ausgestellt.
Richard Meier studierte bis 1957 an der Cornell-Universität Architektur und eröffnete 1963 sein eigenes Architekturbüro in Essex Fells, New Jersey, nachdem er u. a. für Marcel Breuer gearbeitet hatte. Er erhielt Aufträge für Einfamilienhäuser/Villen, elegante weiße Gebäude, die nicht Bezug nehmen zum sogenannten "Bauhausstil", sondern zur Wohnhausarchitektur von Le Corbusier, wie Meier wiederholt betont hat. An diesen Stil schließen sich auch fast alle anderen der von ihm entworfenen Gebäude an. Sie sind in weißer Farbe und strengen geometrischen Formen gehalten und zeichnen sich durch lichtdurchflutete Innenräume aus.
(red)

