Das Hotel Mirage auf dem strip in Las Vegas galt als neuer Superlativ, als es 1989 eröffnet wurde. Es sprengte nicht nur gängige Standards von Komfort bis Entertainment, es etablierte auch das Ressort als eigenen fast autarken Kosmos, in dem es möglich ist, ein Second Life zu leben, das nur durch das Kreditkartenlimit begrenzt zu sein scheint.
Die Inszenierungsstrategien des Mirage, die heute vielfach für die Konzeption von Shopping Malls und Gigantomanieprojekten in VAE kopiert werden, sind aber auch Teil einer Alltäglichkeit die uns längst umgibt: Produkte, Events und Möglichkeiten, die Individualität und Persönlichkeit verheißen, obwohl sie in Palette produziert werden.
Das Projekt Hotel Mirage konfrontiert anhand der Selbstwahrnehmung zweier Performer den Mechanismus der Massenproduktion mit dem individuellen Erfahren und Erinnern als Verbraucher. Erinnern wir uns: Medien, Pauschalreisen, Sonnenstudios, Sportswear, Kartoffelsorten, Automarken, Netzwerke, Haircuts, Design, Drogen, Freizeitparks, Kataloge, Porno, Styles, Aktienfonds, Education, Elektronika ….
Performer: Christian Backhauß und Larsen Sechert
Produktion/Idee: Ricardo Endt
Spieltermine: Di, 08.03., Mi, 09.03. und Di, 05.04., Mi, 06.04. | 19.30h | Cammerspiele Leipzig, Kochstr. 132
Kontakt
Jan-Henning Koch
Künstlerische Leitung/Öffentlichkeitsarbeit
Kochstraße 132
04277 Leipzig
Fon/Fax: 0341-30 67 606
E-Mail: koch@cammerspiele.de
www.cammerspiele.de | www.kulturfabrik-leipzig.de

