Was Niccolò Paganini für die Violine war, das war Franz Liszt für das Klavier. Das ungarische Wunderkind konzertierte schon mit zwölf Jahren in ganz Europa. „Mein Klavier ist für mich, was dem Seemann seine Fregatte, dem Araber sein Pferd – mehr noch … meine Sprache, mein Leben“, sagte Liszt über das Instrument, mit dem er berühmt wurde.
Seine spektakulären Künste brachten vor allem Frauen in seinen Konzerten zur Hysterie oder ließen sie gar in Ohnmacht fallen. Indem er auswendig spielte und Klavierabende als alleiniger Solist gestaltete, erfand Liszt nebenbei die Form des Rezitals. Bis heute gilt er vielen Pianisten als Nonplusultra.
„Als mir einmal klar wurde, dass ich den pianistischen Herausforderungen der Lisztschen Musik gewachsen war, war ich überglücklich“, gesteht Boris Bloch, der mit diesem Konzert seine diesjährige Matinee-Reihe beendet.
„Denn in meiner Heimat, und nicht irgendwo, sondern in Moskau, der Stätte der höchsten pianistischen Kultur nach 1945, galt diese Fähigkeit als Beweis echten Virtuosentums.“ Der Folkwang-Professor spielt in seiner Matinee am Sonntag, 28. März 2010 um 11 Uhr im Alfried Krupp Saal u.a. aus Liszts „Années de Pèlerinage“ das zweite Jahr – Italien.
Mit dem Werk betrat der Komponist die Gefilde der hohen Kunst: Malerei, Musik und Literatur, die hier nicht nur Anlass, sondern Gegenstand werden. Ein theatralisches, ein geradezu rauschhaftes Erlebnis.
Im Anschluss an das Konzert besteht die Möglichkeit, im Restaurant „Wallberg“ mit Boris Bloch ins Gespräch zu kommen.
Konzertmatinee mit Werken von Liszt am Sonntag, 28. März 2010 um 11 Uhr im Alfried Krupp Saal
Karten (Preise (€): 35,-/20,-zzgl. Vorverkaufsgebühr) und weitere Informationen unter Tel. 0201/8122-200, Tel. 0180/59 59 598 (0,14 €/Min.) und www.philharmonie-essen.de.
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