Gesellschaft Freunde der Künste

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am Freitag, 29. Januar 2010 um 20 Uhr im Alfried Krupp Saal

Philharmonie Essen - „Schubert in New York“: Klangwelten zweier Jahrhunderte mit dem ChorWerk Ruhr

Nanu, Schubert in New York? Nein, er war niemals in der Neuen Welt. Im Gegenteil: Schubert ist, im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen, nicht viel herumgereist. Für ihn blieb Wien stets Mittelpunkt seines Lebens. Aber sein Schaffen wirkte weit darüber hinaus – räumlich wie zeitlich.

Das Programm des ChorWerk Ruhr „Schubert in New York“, das am Freitag, 29. Januar 2010 um 20 Uhr im Alfried Krupp Saal der Philharmonie Essen zur Aufführung kommt, beleuchtet den bemerkenswerten Einfluss seiner Werke auf die New Yorker Schule und rückt unverwechselbare Aspekte seiner Kompositionen in den Fokus. Dazu zählen Sinneseindrücke, Gefühl und Atmosphäre.

Vor allem Morton Feldman und John Cage lenkten in ihrer kompromisslosen Ablehnung musikalischer Konventionen die Sinne auf Schuberts Werk. Jenseits herkömmlicher Zeit-Raum-Betrachtung radikalisierte und aktualisierte ihre Auffassung von Musik die poetischen Phantasien des großen Romantikers. So zeigte sich etwa der 1926 in New York geborene Künstler Morton Feldman fasziniert von Schubert:

„Er benutzt dieselben Tonarten wie jeder andere, aber bei denen gibt es nicht diese Atmosphäre! Warum gibt es sie bei ihm? Warum hört sich seine Dur-Musik wie Moll-Musik an?“ Von dem New Yorker Komponisten John Cage ist das Werk „Four 2“ für gemischten Chor, und vom ehemaligen Chordirektor der Salzburger Festspiele und Leiter des ChorWerks Ruhr Rupert Huber stammt das titelgebende Stück „Schubert in New York“ – eine musikalische Installation mit Werken von Franz Schubert, John Cage, Morton Feldman, Christian Wolff, Earle Brown u. a.

Und natürlich dürfen auch Chor- und Orchesterwerke von Schubert nicht fehlen. Damit konfrontiert das Programm dieses Abends die Klangwelten zweier Jahrhunderte und lässt deren (Seelen-)Verwandtschaft erfahr- und erlebbar werden. Rupert Huber, der Dirigent des Abends, verknüpft den Ideen- und Sinnes-Kosmos vordergründig verschiedener Musikepochen zu einem ungewöhnlichen Konzerterlebnis mit dem ChorWerk Ruhr und dem Ensemble Resonanz.

Konzert unter Dirigent Rupert Huber am Freitag, 29. Januar 2010 um 20 Uhr im Alfried Krupp Saal

Karten (Preise (€): 35,-/20,-zzgl. VVK-Gebühr) und weitere Informationen unter Tel. 0201/8122-200, Tel. 0180/59 59 598 (0,14 €/Min.) und www.philharmonie-essen.de. 

Anke Meis
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