Johann Sebastian Bach – dieser Name steht unzweifelhaft für höchste musikalische Qualität. Doch ist, salopp formuliert, nicht überall, wo Bach draufsteht, auch Bach drin:
Folkwang-Professor und Cembalist Christian Rieger präsentiert im zweiten Podiumskonzert dieser Spielzeit, bei dem das Publikum auf der Bühne rund um den Interpreten Platz nimmt, Kompositionen, die zwar ins Bach-Werke-Verzeichnis aufgenommen wurden, weil sie unter dem Namen des Thomaskantors überliefert oder diesem in späterer Zeit zugeschrieben worden sind, die aber – wie die Forschung herausfand – nicht von Bach sind.
„Garantiert unecht“ also! Über die Qualität dieser Werke ist damit allerdings nichts gesagt, handelt es sich doch durchweg um faszinierende und beachtliche Kompositionen, die zu einer spannenden Entdeckungsreise einladen.
Zu hören sind etwa Werke von Georg Philipp Telemann, Jan Adam Reincken, Johann David Heinichen, Johann Christoph Bach oder Johann Georg Albrechtsberger. Christian Rieger wird das Konzert, das am Sonntag, 30. Januar 2011 um 11 Uhr im Alfried Krupp Saal stattfindet, auch moderieren.
Christian Rieger studierte an der Staatlichen Hochschule für Musik in Karlsruhe und der Schola Cantorum Basiliensis. Nach ersten Erfolgen auf Wettbewerbs- und Konzertpodien sowie einem Intermezzo als Theaterkorrepetitor stieß er 1994 zum Ensemble Musica Antiqua Köln, mit dem er sechs Jahre lang als Solist und Continuospieler konzertierte.
Lehrverpflichtungen banden ihn an die Musikhochschulen in Karlsruhe, Berlin, Mainz, Detmold und Salzburg. Seit 2004 ist er Professor für historische Tasteninstrumente/ Ensembleleitung an der Folkwang Universität der Künste.
Podiumskonzert am Sonntag, 30. Januar 2011 um 11 Uhr im Alfried Krupp Saal
Karten (Einheitspreis (€): 16,- zzgl. Vorverkaufsgebühr) und Infos unter T 02 01 81 22-200, T 01 80 59 59 598 (0,14 €/Min.) und www.philharmonie-essen.de.
Anke Meis
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