Gesellschaft Freunde der Künste

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am Freitag, 19. Februar 2010 um 20 Uhr

Philharmonie Essen - „Die Schöpfung eines Giganten“: Bruckners „Achte“ mit Marek Janowski und dem RSB

Zum Hören von Bruckners Sinfonien sollte man vor allem eines mitbringen: Zeit. Insbesondere für die Achte, die mit ihren 80 bis 90 Minuten Dauer – je nachdem, wer sie dirigiert – abendfüllend ist. „Er hat langsam gelebt, und ihm gelang die langsamste Musik, die wir kennen“, schreibt Bruckner-Biograph Karl Grebe.

Wer bei Bruckners Musik aber nur den Slow-Motion-Aspekt herausgreift, tut ihr Unrecht. Sicher, Bruckner erbaut in seinen Sinfonien regelrechte „Klang-Kathedralen“, erklimmt die höchsten Gipfel, Schicht um Schicht, Takt um Takt – verliert sich dabei jedoch nie im Ufer- und Konturlosen, wie immer mal wieder Vorwürfe lauten.

Der Weg zur achten Sinfonie war für Bruckner erschwert durch Kritik und Unverständnis, öffentliche Anerkennung blieb ihm lange versagt. Trotz des weltweiten Erfolges seiner Siebten tat er sich mit der folgenden Sinfonie schwer, nahm dann den Rat eines guten Freundes an und tat, was er oft tat:

Er arbeitete sie um. Bei der Uraufführung in Wien 1892 musste dann sogar Bruckners erbittertster Feind, Wiens berühmter und gefürchteter Musikkritiker Eduard Hanslick zugeben: „Diese Sinfonie ist die Schöpfung eines Giganten.“

Mit einem Konzert am Freitag, 19. Februar 2010 um 20 Uhr im Alfried Krupp Saal setzen Marek Janowski und das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin ihren Bruckner-Zyklus fort, der beim Publikum wie auch bei Kritikern auf große Begeisterung stößt. So lobten WAZ und NRZ zuletzt Janowskis Interpretation von Bruckners Fünfter:

„Eruptive Ausbrüche, effektvolle Melodielinien, eine dichte Kontrapunktik. Janowski, der ohne Partitur dirigiert, kostet gerade diese Passagen genussvoll aus.“ Und die Ruhrnachrichten urteilten: „Janowski und seinen gut aufgelegten Musikern gelang es, die thematische Verbundenheit innerhalb der Sätze und – wichtig bei der Fünften – satzübergreifend deutlich herauszuarbeiten. Hier ließ sich hören, warum die Rundfunk-Sinfoniker als eines der besseren deutschen Bruckner-Orchester gelten.“

Fortsetzung des Bruckner-Zyklus’ am Freitag, 19. Februar 2010 um 20 Uhr im Alfried Krupp Saal

Gefördert von der Kulturstiftung Essen. 

Karten (Preise (€): 65,-/60,-/48,-/35,-/30,-/15,-zzgl. VVK-Gebühr) und weitere Informationen unter Tel. 0201/8122-200, Tel. 0180/59 59 598 (0,14 €/Min.) und www.philharmonie-essen.de.   

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