Eine Aufführung von Johann Sebastian Bachs „Weihnachtsoratorium“ ohne Dirigenten? Das ist nur schwer vorstellbar, ist dieses Werk doch durch große Virtuosität und Komplexität gekennzeichnet.
Aber die Himlische Cantorey und die Cappella Coloniensis, die beide als Spezialisten-Ensembles für Alte Musik große Erfolge feiern, wagen dieses „Experiment“ am Dienstag, 7. Dezember 2010 um 20 Uhr im nur mit Kerzenlicht beleuchteten Alfried Krupp Saal der Philharmonie Essen und stehen damit in der Tradition der Aufführungspraxis von Carl Philipp Emanuel Bach im 18. Jahrhundert.
Eine weitere bemerkenswerte Besonderheit ist die Besetzung des Chores, der aus den acht Sängerinnen und Sängern Veronika Winter und Heike Heilmann (Sopran), Olivia Vermeulen (Alt), Franz Vitzthum (Altus), Jan Kobow (Tenor, Evangelist), Valerio Contaldo (Tenor), Ralf Grobe und Stephan MacLeod (Bass) besteht, die zugleich alle Arien und Rezitative übernehmen. Auch die Cappella Coloniensis ist diesmal in kleinerer Formation zu erleben, die Leitung hat der Konzertmeister des Ensembles Hiro Kurosaki.
Das Publikum darf also gespannt sein: Das „Weihnachtsoratorium“ – hier die Kantaten I, II, III und VI – wird sicher in einem ganz anderen Licht erscheinen, Hörgewohnheiten werden hinterfragt – und spannende Neuentdeckungen sind garantiert!
Konzert in bemerkenswerter Besetzung am Dienstag, 7. Dezember 2010 um 20 Uhr
Gefördert von der Philharmonie-Stiftung der Sparkasse Essen.
Karten (Preise (€): 15,- / 30,- / 35,- / 45,- / 50,- / 55,- zzgl. VVK-Gebühr) und Infos unter T 02 01 81 22-200, T 01 80 59 59 598 (0,14 €/Min.) und www.philharmonie-essen.de.
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