Der Alfried Krupp Saal ist bekanntlich sehr wandlungsfähig – so aber war er bislang noch nicht zu erleben: Nur in Kerzenlicht getaucht ist die Bühne, wenn die neue Konzertreihe „Alte Musik bei Kerzenschein“ am Freitag, 26. November 2010 um 20 Uhr ihren Auftakt hat.
Genau das passende Ambiente für Musik aus der Renaissance- und Barockzeit. Bachs „Weihnachtsoratorium“ kann das Publikum in dieser intimen Atmosphäre in den kommenden Monaten ebenso genießen wie Werke von Vivaldi oder Tartini.
Zu Beginn der Reihe mit insgesamt fünf Konzerten steht mit John Dowland (1563-1626) ein ganz außergewöhnlicher Vertreter der Alten Musik im Mittelpunkt. „In Darkness let me dwell“ (Lass mich in Dunkelheit verweilen), unter diesem Titel widmen sich bemerkenswerte Musiker Dowlands fast schon in Vergessenheit geratenem Schaffen.
Hille Perl (Gambe), Lee Santana (Laute), Dorothee Mields (Sopran) sowie das Gamben-Ensemble „The Sirius Viols“ bringen Fantasien, Consorts und Lieder des Briten zur Aufführung. „Es scheint unmöglich, von dieser Musik nicht zutiefst berührt zu werden“, sagt Hille Perl.
Im Jahr 2008 hat sie Dowland das von der Kritik einhellig gepriesene gleichnamige Album gewidmet, auf dem – wie an diesem Abend – eine Auswahl seiner schönsten Lieder präsentiert wird. Schauspieler Bernt Hahn wird die Gesangstexte begleitend rezitieren und somit noch einmal separat erfahrbar machen.
Konzert „In Darkness let me dwell“ am Freitag, 26. November 2010 um 20 Uhr
Karten (Einheitspreis (€): zzgl. 19,- zzgl. Vorverkaufsgebühr) und Infos unter T 02 01 81 22-200, T 01 80 59 59 598 (0,14 €/Min.) und www.philharmonie-essen.de.
Anke Meis
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