Das Verschwinden und Privatisieren des sozialen Raumes durch Repräsentationsarchitektur oder Freizeitparks und Einkaufszentren ist in vielen Ballungsgebieten zu beobachten.
Für den Konzeptkünstler Leonard Kahlcke ist diese Form der Stadtentwicklung thematischer Ansatz seiner performativen Diainstallation „Tokat“, die im Rahmen der Ausstellung „New Frankfurt Internationals“, am Freitag, 21. Januar um 19 Uhr in der Stiftstraße 34, gezeigt wird.
In der narrativen Diashow „Tokat“ konzentriert sich der Frankfurter Künstler Kahlcke auf den Wandel der Architektur und die Aneignung von zentralen und repräsentativen Plätzen durch Investoren. Gewählt hat Kahlcke für seine performative Installation ein Ladenlokal in der Stiftstraße, das den Blick auf die Baustelle des ehemaligen Rundschauhauses ermöglicht.
Auf die Brandmauern des Areals projiziert Kahlcke Fotos von Jugendbanden der 1980er und 1990er Jahre und stellt sie seinen eigens angefertigten Fotografien von Repräsentationsarchitektur gegenüber.
Das Spannungsverhältnis zwischen der Dokumentation dieser besonderen Form der Jugendkultur und der Repräsentationsarchitektur macht Phänomene repressiver Raumaneignung visuell erfahrbar.
Konzeptuelle Herangehensweisen spielen in den interdisziplinären Arbeiten von Leonard Kahlcke, Absolvent der Hochschule für Gestaltung, Offenbach eine wichtige Rolle. Geschickt unterläuft er gesellschaftliche Normen und deren ästhetische Codes, indem er diese auch ästhetisch kontert. Diese künstlerische Strategie ist stilbildend für Kahlckes Werk.
„New Frankfurt Internationals: Stories and Stages“ wird ermöglicht und gefördert durch das Kulturamt Frankfurt am Main und den Kulturfonds Frankfurt RheinMain. Partner des Projekts ist die „Rhein-Main-Zeitung", der Regionalteil der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (F.A.Z.).
Bildangaben:
LEONARD KAHLCKE
„Tokat“, 2010
Zweikanal- Videoprojektion
© and Courtesy the artist
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