Gesellschaft Freunde der Künste

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Tragödie von William Shakespeare

Othello, am 27.1.2010, Theater Hagen

Othello heißt der schwarze Feldherr in den Diensten der Republik Venedig. Es gilt, einen Angriff der Türken auf ihre Kolonie Zypern abzuwehren. Dafür brauchen sie Othello, seine Tapferkeit, seinen Mut, seine militärische Erfahrung.

Aber die verdeckten Vorurteile und Aggressionen brechen sofort auf, als sie erfahren, dass er Desdemona, eine reiche Senatorentochter, heimlich geheiratet hat. Man vermutet Zauberei im Spiel: niemals könne ein so schönes Mädchen freiwillig einen so hässlichen Mohren lieben.

Othello und Desdemona versichern, dass die Liebe ganz ohne schwarze Magie zustande gekommen ist, so dass ihre Ehe anerkannt werden muss. Jago, Othellos Fähnrich, der eine Beförderung in den Rang eines Leutnants erwartet hatte und nun Cassio vor die Nase gesetzt bekommt, sinnt auf Rache. Desdemona, Cassio, Jago und dessen Ehefrau Emilia begleiten Othello nach Zypern.

Jago spinnt nun aus Neid und gekränktem Stolz eine weitverzweigte Intrige, in deren Folge Othello an Desdemonas Treue zu zweifeln beginnt und die Fundamente seiner Existenz selbst zerbricht. „Othello“ ist mehr als nur ein Eifersuchtsdrama.

Es erzählt von Abhängigkeitsverhältnissen und Identitätskrisen. Und es ist ein Stück über Außenseiter und Diskriminierung, die Tragödie des Fremden, der gerade im Erfolg, mit dem Wunsch nach Assimilation, Anstoß erregt.

Die Handlung entwickelte Shakespeare nach der Novellensammlung des Italieners Cinthio aus dem 16. Jahrhundert, in der es auch schon einen dunkelhäutigen Befehlshaber der venezianischen Truppen gab, der durch die Einfüsterungen seines Fähnrichs zur Weißglut getrieben wird und am Schluss seine Frau ermordet.

Shakespeares 1604 uraufgeführte Tragödie mit ihrer weitaus vielschichtigeren, differenzierteren Handlung als bei Cinthio lässt die Frage nach den Motiven für Jagos Handeln letztlich offen.

Die letzten Worte das Dramas sind Jagos: „Von dieser Stund an rede ich kein Wort.“

Wenn man Othello vom romantischen Firnis befreit... wird aus der Tragödie der Eifersucht und des missbrauchten Vertrauens ein Streit zwischen Othello und Jago werden, ein Streit um die Natur der Welt.

Wie ist die Welt: gut oder böse? Welches sind die Grenzen des Leidens? Peter Brook

Aufführungen am 27.1. und 4.5.2010

Kontakt

Theater Hagen

Elberfelder Str. 65
58095 Hagen

Presse

Monika Martincevic

Links

http://www.theater.hagen.de/index.php?id=280&st=267

http://de.wikipedia.org/wiki/William_Shakespeare

http://de.wikipedia.org/wiki/Othello

 

 

 

 

 



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