Gesellschaft Freunde der Künste

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"ich bin ein Theatermann"

OTELLO von Giuseppe Verdi, Dichtung von Arrigo Boito am 29.1.2011 in Kassel

Giuseppe Verdi antwortete einmal auf eine Lobeshymne: »Aber nein, lassen Sie den Komponisten beiseite, ich bin ein Theatermann«. Als solcher schrieb er über 20 Opern und entwickelte, ausgehend von den Charakteristika der italienischen Oper, die Großform und seinen Personalstil stetig weiter.

In „Otello“, seiner vorletzten Oper, verzichtet Verdi endgültig auf Arien im herkömmlichen Sinne, die musikalischen Szenen gehen bruchlos ineinander über, der Text hat mehr Gewicht erhalten und das Orchester ist ebenbürtiger Partner.

Arrigo Boito schrieb das Libretto in enger Abstimmung mit dem Komponisten, der etliche Anregungen dazu beitrug, etwa zum „Credo“ des Jago und zum Liebesduett am Ende des 1. Aktes, aber auch die Formung der Charaktere mitbestimmte.

Am 29. Januar hat „Otello“ unter der musikalischen Leitung von Marco Comin am Staatstheater Kassel Premiere. Regie führt Volker Schmalöer, der in Kassel in den vergangenen Spielzeiten u .a. „Don Giovanni“, „Der Liebestrank“ und „Orlando“ inszeniert hat. Die Titelpartei singt der brasilianische Tenor Ricardo Tamura. Sara Eterno (in Folgevorstellungen alternierend mit Nina Bernsteiner)  ist Desdemona.

Sara Eterno ist Ensemblemitglied des Staatstheaters Kassel und war hier zuletzt als Manon in „Manon Lescaut“, Eva in den „Meistersingern“ und Margarethe in Gounods „Faust“ zu erleben. Die Partie des Jago singt Ensemblemitglied Espen Fegran. Er hat am Staatstheater Kassel bereits den Beckmesser und zuletzt die Titelrolle in der Reimann-Oper „Lear“ verkörpert.

Musikalische Leitung: Marco Comin, Inszenierung: Volker Schmalöer, Bühne: Daniel Roskamp, Kostüme: Sabine Böing, Dramaturgie: Ursula Benzing

Mit Ricardo Tamura (Otello), Sara Eterno/Nina Bernsteiner (Desdemona), Espen Fegran (Jago), Maren Engelhardt/Inna Kalinina (Emilia), Johannes An/Dong Won Kim (Cassio), Johannes An/János Ocsovai (Rodrigo), Krzysztof Borysiewicz (Montano), Mario Klein (Ludovico)

Premiere: Samstag, 29. Januar, 19.30 Uhr, Opernhaus

Nächste Vorstellungen: 2.2., 5.2., 11.2., 16.2., 20.2., 24.2.

Kontakt

Juliane Clobes

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