Gesellschaft Freunde der Künste

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Konzerte bis 2. August 2015

Opernfestspiele Heidenheim feierten mit Weltstar Vesselina Kasarova vergangenes Wochenende fulminanten Start

Vergangenen Samstag starteten im Festspielhaus Congress Centrum die Opernfestspiele Heidenheim unter dem Motto „Machtspiele“ in ihre 51. Saison. Mit der Cappella Aquileia und einem Weltstar: zu Gast war die gefeierte bulgarische Mezzosopranistin Vesselina Kasarova mit einer „Offenbachiade“.

Witzig, frech – und kritisch: Die Werke Jacques Offenbachs, des „Mozarts der Champs-Élysées“, entführten in die Welt der Opéra comique und der Opérette bouffe. „Ein gleiches Recht muss gelten hier für alle“ singt Orpheus in Offenbachs bekanntester Operette „Orpheus in der Unterwelt“. Offenbach hält der Gesellschaft im aufblühenden Paris des 19. Jahrhunderts einen unterhaltsamen ironischen und gleichermaßen gnadenlosen Spiegel vor.
Vesselina Kasarova ist Gast auf allen großen Bühnen dieser Welt.

Festspiele in Deutschland

Sie wurde gefeiert bei den Salzburger Festspielen, an der Wiener Staatsoper, der Opéra Bastille oder in New York. Mit ihrer dunklen Stimme trifft sie mal erotisch, mal ironisch und immer mehrdeutig „den Ton“, und das besonders gerne in Offenbachs Musik. Sie „wertet mit farbenreichem Mezzosopran das blonde Dummerchen Hélène zur vokal schillernden Hauptattraktion [...] auf. In ihrer großartigen, zwischen falschen Gefühlen changierenden Charakterisierungskunst bleibt sie unerreicht.“, so formulierte es die internationale Presse nach ihrem Offenbach-Debut in der Operette „La belle Hélène“. Sie begeistert mit Charme und zugleich höchst differenzierter sängerischer Leistung - und verursacht in jeglicher Rolle Gänsehaut. Zahlreiche CD-Produktionen wurden vielfach ausgezeichnet.

Festspiele in Heidenheim

Als Moderator des Konzertes konnte Opernfestspieldirektor Marcus Bosch den scharfzüngigen Kabarettisten Herbert Feuerstein gewinnen. Die Begegnungen des 1937 in Österreich geborenen Herbert Feuerstein mit Harald Schmidt in der Sendung „Schmidteinander“ erreichten Kultcharakter. Populär wurde er ebenso mit den Fernsehsendungen „Wild am Sonntag“, „Feuersteins Reisen“ und „Wochenshow“. Eigentlich wollte Feuerstein am Wiener Mozarteum Musik studieren – die Ausbildung endete abrupt wegen Beleidigung des Hochschulpräsidenten in einer Kritik Feuersteins. So begeistert heute der Kult-Komiker ein Millionenpublikum.

„Ich bin 77 und habe keine Zukunft. Aber eine lange Vergangenheit und viel zu erzählen, meistens sogar die Wahrheit." sagt er selbst. Kasarova, Feuerstein, Cappella Aquileia, am Pult Marcus Bosch – zu Beginn der Opernfestspiele war alles angerichtet für einen fulminanten Start in die 51. Saison auf dem Heidenheimer Festspielhügel.


Lena Normann
lena.normann@heidenheim.de