Für viele Menschen ist Die Zauberflöte die erste Oper überhaupt gewesen, die sie gesehen haben: Tamino und Pamina, Papageno und Papagena, Sarastro und die Königin der Nacht - Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) gelang es, mit diesen Figuren Urbilder unserer Existenz zu schaffen, in denen sich Erwachsene genauso wie Kinder wiedererkennen können. Ihre Hoffnungen und Sehnsüchte, aber auch ihre Ängste und Zweifel sind unmittelbar verständlich. Dabei ist durchaus nicht alles schön und heiter, was Schikaneder und Mozart erzählen; ein Kind wird geraubt, eine Mutter stiftet ihre Tochter zum Mord an, doch wie in jedem Märchen siegen schließlich Liebe und Vernunft über das Leiden und das „Böse“, das jeder in sich selbst erkennen muss, um es zu überwinden. Das Geheimnis dieser „Großen Oper“ besteht vielleicht darin, dass sie gerade nicht durch „hohe Kunst“ repräsentieren will und ihre Herkunft vom Kasperltheater der Wiener Vorstadt nicht verleugnet. Tiefste Einsichten in die Natur und damit auch in die Widersprüche des Menschen sind mit einem bunten und alles andere als logischen Theaterspektakel unauflösbar verschmolzen. Das macht seit 218 Jahren die Faszination der Zauberflöte aus.
Marcel Keller war in den letzten Jahren als Regisseur und Bühnenbildner am Theater Basel, dem Schauspiel Frankfurt, dem Bremer Theater und dem Theater Osnabrück tätig. In der letzten Saison inszenierte er mit großem Erfolg Bunbury oder Ernst sein istwichtig und realisiert zu Beginn dieser Spielzeit Warten auf Godot in der Komödie.
Musikalische Leitung: Carolin Nordmeyer
Inszenierung: Marcel Keller
Bühnenbild: Marcel Keller
Kostüme: Werner Fritz
Einstudierung der Chöre: Karl Andreas Mehling
Dramaturgie: Ralf Waldschmidt
Sarastro: Per Bach Nissen
Tamino: Seung-Hyun Kim
1. Priester: Tareq Nazmi
2. Priester: Oliver Marc Gilfert
Die Königin der Nacht: Barbara Baier
Pamina: Sophia Christine Brommer
1. Dame: Sally du Randt
2. Dame: Stephanie Hampl
3. Dame: Kerstin Descher
1. Knabe: Ivo Hartmann
2. Knabe: Sebastian Maurer
3. Knabe: Konstantin Hörmann
Papageno: Jan Friedrich Eggers
Papagena: Cathrin Lange
Monostatos: Roman Payer
1. geharnischter Mann: Ji-Woon Kim
2. geharnischter Mann: Tareq Nazmi
Freitag 25.12.2009, 19:00, Großes Haus Theater Augsburg, www.theater.augsburg.de
Spieldauer: 3h
Weitere Termine:
Fr 18.12.09 · Mi 23.12.09 · Fr 25.12.09 · Sa 02.01.10 · Fr 29.01.10 · Sa 20.03.10 · Mi 24.03.10
Philipp Peters, Pressereferent
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