Der junge deutschstämmige Offizier Hermann ist in eine schöne Unbekannte verliebt, doch es stellt sich heraus, dass sie die Verlobte eines Fürsten und damit für ihn als Bürgerlichen unerreichbar ist. Da erfährt er, der leidenschaftliche Spieler, die Geschichte vom Geheimnis der drei Karten, die immer gewinnen, und welches die Großmutter seiner Angebeteten Lisa angeblich hütet. Der Gedanke an den sicheren Gewinn lässt ihn nicht mehr los. Lisa hat sich, trotz ihrer Verlobung, in ihn verliebt und gewährt ihm Zugang zu ihrer Wohnung. Dies nutzt Hermann, um die alte Gräfin zu bitten, ihm das Geheimnis ihrer Karten zu verraten.
Als sie sich weigert und er ihr droht, stirbt sie vor Schreck. Lisa hält ihn für einen Mörder, der nur auf Geld aus ist, und schickt ihn fort. Hermann verfällt immer mehr dem Wahnsinn. Der Geist der Verstorbenen erscheint ihm und verrät das Geheimnis der Karten. Als er Lisa wieder sieht, die ihm verziehen hat, weist er sie ab und eilt zum Spieltisch. Verzweifelt nimmt sich Lisa das Leben. Hermann hat beim Spiel zunächst Erfolg, doch als er die dritte Karte zieht, erscheint ihm wieder der Geist der alten Gräfin, und er verliert völlig den Verstand.
Wie schon Eugen Onegin, so basiert auch Tschaikowskys zweite Erfolgsoper Pique Dame auf einer literarischen Vorlage Alexander Puschkins. Ein gesellschaftlicher Außenseiter verrennt sich in die Idee, durch im Spiel gewonnenen Reichtum den Standesunterschied zwischen Bürgertum und Adel überbrücken zu können, und scheitert dabei tragisch.
Text von Modest Tschaikowsky nach Alexander Puschkin UA St. Petersburg 1890
In russischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Kooperation mit der Thüringen Philharmonie Gotha
Aufführungen bis zum 20.6.2010
Kontakt
Theater Erfurt
Theaterplatz 1
99084 Erfurt
Presse
Marianne Lüftner
lueftner@theater-erfurt.de
Links
http://www.theater-erfurt.de/frontend/index.php?page_id=60&v=repertoire_detail&pi=114&mid=16

