Leidenschaft und Lebenslust und ein Hauch von "Summertime" - es ist diese ganz besondere magisch spirituelle Kraft afroamerikanischer Kultur, die aus einer armseligen Gasse mit windschiefen Fischerhütten im Hafenviertel von Charleston in die Außenwelt dringt und diesen bescheidenen Schauplatz zum Dreh- und Angelpunkt eines der weltweit erfolgreichsten Musikdramen in der Theatergeschichte werden lässt: Die Catfish Row in George Gershwins bewegendem Meisterwerk "Porgy And Bess".
Inspiriert von den hinreißenden Spiritual- und Gospelchorälen, den jazzigen Rhythmen des frühen Swing und ursprünglichen Blues, schuf George Gershwin eine bis heute beispiellos zu nennende Partitur mit unvergessenen Melodien, die einem Millionenpublikum zu Evergreens wurden und eine große Epoche des amerikanischen Musiktheaters charakterisieren.
In einem faszinierenden Kaleidoskop fügt sich die schicksalhafte Liebesgeschichte zwischen dem verkrüppelten Bettler Porgy und der leichtlebigen Bess zu einem authentisch eindrücklichen Sittengemälde zu Beginn der 1930er Jahre, das mit unbändiger Leidenschaft, überbordender Vitalität und packender Dramatik die innerste Seele einer afroamerikanischen Siedlung im Süden der USA offenbart. Schon mit den ersten Takten der Ouvertüre findet sich der Zuschauer inmitten des lebendigen Treibens der Bewohner der Catfish Row, über die der schwül-heiße Sommer seine flirrende Hitze verströmt. Unweigerlich gefangen im Sog des dichten Geschehens, lacht, bangt und weint das Herz mit all diesen Menschen einer Gemeinschaft, die sich auch den ärgsten Geschicken mit Witz, Mut und unbändiger Kraft entgegen stellt.
Vor 75 Jahren am Broadway als damals aktuelles Vermächtnis der noch jungen amerikanischen Geschichte uraufgeführt, präsentiert sich das aufwendige Theaterereignis mit nach wie vor über 50 Mitwirkenden auf der Bühne, darunter herausragende Starsolisten und ein stimmgewaltiger Chor sowie einem exzellenten Orchester, heute als eine wahre Rarität. Mit der Verfügung, zur Wahrung seiner Authentizität, die Aufführung des in der gesamten Opernliteratur beispiellos einzigartigen Werkes ausschließlich mit der Besetzung schwarzer Darstellern zu lizensieren, ist "Porgy And Bess" nahezu ausnahmslos nur in selten zu realisierenden Gastspielen zu erleben.
"Bei diesem ungewöhnlichen und aufregenden Abend gibt es zu Herzen gehende Momente [...]. Eine Fundgrube an Talent, Temperament, schönen Stimmen und Professionalität [...]. Es handelt sich um ein Ereignis, das man nicht versäumen darf." (Corriere della Sera)
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