Die neue Konzertsaison der Meisterkonzerte Aachen steht im Zeichen junger Künstler, die sich in den letzten Jahren einen beeindruckenden Platz im harten Wettbewerb des Klassikmarktes erspielen konnten.
Den Auftakt am 24. Oktober 2010 macht Olga Scheps. Das Debütalbum der erst 24-jährigen Pianistin wurde vom Stern zu den besten Chopin-CDs des Jubiläumsjahres 2010 gezählt: „Diese Etüden, Walzer und Mazurken leuchten in allen nur erdenkbaren Schattierungen. Glänzend!“
Die aus Moskau stammende und in Deutschland aufgewachsene Neuentdeckung auf dem Klavierpodium wird nicht nur mit Chopin, sondern auch mit Rachmaninoff und Schumann beim 1. Klavierabend der Saison ihr Publikum im Sturm erobern.
Hingegen ist der Cellist Antonio Meneses wohl der am längsten etablierte unter den auftretenden Solisten der Meisterkonzerte Aachen 2010/11. In seiner Heimat Brasilien ist er ein Topstar und der Stolz seiner Landsleute.
Als einziger Cellist hat er sowohl den renommierten ARD- als auch den berühmten Tschaikowsky Wettbewerb gewonnen und war 10 Jahre Mitglied des Beaux Arts Trios. Seine Partner auf der Bühne des Eurogresses am 19.11.2010 ist das Orquestra Sinfônica do Estado di São Paulo unter der Leitung von Yan Pascal Tortelier, ein faszinierendes Orchester aus der Megametropole Brasiliens.
Mit Brahms‘ Doppelkonzert sind am 1. Dezember Baiba Skride und Daniel Müller-Schott zusammen mit dem SWR-Symphonieorchester Stuttgart in Aachen zu hören. Auch der junge deutsche Solist ist wie Meneses Gewinner des Moskauer Tschaikowsky-Wettbewerbs und seither bei den besten Orchestern ein geschätzter Cellosolist.
Genauso veränderte für die Lettin Baiba Skride der Sieg im Reine-Elisabeth-Wettbewerb in Brüssel ihre Karriere, die sie nun zu den bedeutendsten Festivals und auf die bekanntesten Konzertbühnen der Welt führt.
David Fray ist der neue „Shooting-Star“ der Pianistenszene, ein Individualist und Freigeist, der sich rasend schnell ins Rampenlicht der Musikwelt katapultierte. Am 21. Dezember ist er mit den London Mozart Players in Aachen zu erleben.
Das BBC Music-Magazin wählte den Franzosen 2007 zum „Newcomer of the Year“ und 2009 erhielt auch er den ECHO-Klassik-Preis. „Der singende, tastende und dennoch erzählerisch auftrumpfende Klavierstil gehört einem der unabhängigsten Klaviergeister der Gegenwart“, schrieb Der Spiegel über Fray.
Welch Nachwuchspotenzial die klassische Musikszene zu bieten hat beweist in einem Klavierabend am 11.1.2011 der 18-jährige Amerikaner Kit Armstrong, dessen Mentor kein geringerer als Alfred Brendel ist, der beim ersten Anhören dieser „außerordentlichen Vielfachbegabung“ bereits ins Schwärmen geriet. Bach und Liszt bilden die programmatischen Schwerpunkte dieses Abends.
Der Fotograf und Musiker Tobias Melle hat einen Traum verwirklicht: Er kombiniert die Live-Aufführung von Musik durch ein großes Orchester mit auf Großleinwand projizierten, atemberaubenden Bilderstrecken zu einem audiovisuellen Gesamtkunstwerk und entfacht einen suggestiven Bilderzauber ohne Gleichen.
„Eine Russische Sinfonie in Bildern“ ist sein neuestes Meisterwerk und am 26. Januar im 6. Meisterkonzert zu sehen und zu hören. Monatelang reiste Melle dafür durch dieses gleichzeitig fremde und berührende Land. In der Hand Tschaikowskys Partitur der 5. Sinfonie und die Kamera.
Herausgekommen sind dabei Eindrücke voller Atmosphäre und Intensität. Es spielt das renommierte Orchestre National de Lorraine unter Jacques Mercier, die vorab aus ihrer Heimat musikalische Balladen der Romantik präsentieren.
Die 22 Jahre alte Münchnerin Alice Sara Ott ist wiederum ein Topstar der jungen deutschen Pianistenszene. Mit 20 wurde sie schon zur Exklusivkünstlerin der Deutschen Grammophon gekürt und ist trotz ihres jungen Alters bereits auf den wichtigsten Konzertbühnen der Welt vertreten.
Keine geringeren als die Wiener Symphoniker unter der Leitung von Adam Fischer sind die Partner Alice Sara Otts bei Ihrem Auftritt am 10. März, bei dem sie Liszts 1. Klavierkonzert und den Totentanz spielen wird. Seit Herbert von Karajan in den frühen 60er Jahren das Orchester an die Weltspitze führte, haben sich die Wiener Symphoniker ihren Status bewahrt und prägen gemeinsam mit den Philharmonikern das Musikleben der österreichischen Hauptstadt.
Die unnachahmlich seidigen Streicher, der warme geschmeidige Ton, die erlesene Noblesse der Holzbläser, das alles macht den legendären schwelgerischen Wiener Orchesterklang aus. Man darf sich auf die 1. Symphonie von Brahms freuen.
Die britische Trompeterin Alison Balsom und I Musici sind am 9. April zu Gast in Aachen. Als Balsom vor wenigen Jahren die Klassik-Szene betrat, wurde sie schnell berühmt: jung, charmant, blendend aussehend und mit herausragender Virtuosität und Musikalität begabt, räumte die ECHO-Klassik-Preisträgerin gleich mit dem Vorurteil auf, Trompetenspiel sei Männersache.
Bei ihr klingt alles strahlend hell und doch zauberhaft leicht und geschmeidig. Ihre Trompete schmettert nicht, sie singt. Sie spielt zusammen mit dem erfolgreichsten Kammerorchester der Welt: I Musici di Roma. Konzerte von Albinoni, Vivaldi, Händel und Telemann stehen auf dem Programm.
Im 9. und letzten Meisterkonzert Aachen der Saison 2010/11 am 10. Mai bündelt sich schließlich der Glanz böhmischer Musikkultur. Die Prager Symphoniker sind für ihren warmen, runden Klang berühmt, mit dem sie Dvořáks 7. Symphonie vortragen.
Solist des Abends ist der 1983 geborene Russe Nikolai Tokarev. Er ist ein neuer Stern am Pianistenhimmel und wurde von SONY mit viel beachteten CD-Aufnahmen in die Liste ihrer Exklusivkünstler aufgenommen.
Seine überwältigende, technische Schwierigkeiten geradezu verspottende Virtuosität, die Wucht und Rasanz seines Zugriffs begeistern Publikum und Kritik. Im Eurogress Aachen wird er das vergleichsweise selten zu hörende, weil aberwitzig schwere und monumentale 2. Klavierkonzert Tschaikowskys spielen.
Karten für das Meisterkonzert in Aachen erhalten Sie
- beim Veranstalter, der Konzertdirektion Weinert, unter
Telefon: 0241-23813, www.konzertdirektion-weinert.de -
- im Eurogress in der Monheimsallee, Telefon 0241-9131100 -
- in der Mayerschen Buchhandlung, Telefon: 0241-5101175 -
Die Konzerte im Einzelnen:
1. Meisterkonzert
Sonntag, 24. Oktober 2010 – 20 Uhr
Eurogress Aachen
Olga Scheps
Klavierabend
Rachmaninoff – 2 Préludes aus op. 23
Schumann – Faschingsschwank aus Wien
Chopin – Nocturne op. 27/2
Chopin – Fantasie f-moll op. 49
Chopin – Ballade Nr. 1 g-moll op. 23
2. Meisterkonzert
Freitag, 19. November 2010 – 20 Uhr
Eurogress Aachen
Orquestra Sinfônica do Estado de São Paulo
Leitung Yan Pascal Tortelier
Antonio Meneses – Violoncello
Ravel – Alborado del gracioso
Ravel – Rhapsodie espagnole
Tschaikowsky – Rokokovariationen für Violoncello und Orchester
Villa Lobos – Choros Nr. 6
Ravel – La Valse
3. Meisterkonzert
Mittwoch, 1. Dezember 2010 – 20 Uhr
Eurogress Aachen
SWR-Symphonieorchester Stuttgart
Leitung Thomas Dausgaard
Baiba Skride – Violine
Daniel Müller-Schott – Violoncello
Beethoven – Coriolan-Ouvertüre op. 62
Brahms – Doppelkonzert a-moll op. 102
Schostakowitsch – 10. Symphonie e-moll op. 93
4. Meisterkonzert
Dienstag, 21. Dezember 2010 – 20 Uhr
Eurogress Aachen
London Mozart Players
Leitung David Stern
David Fray – Klavier
Marsh – Sinfonia Nr. 7 „La Chasse“
Mozart – Klavierkonzert Nr. 25 C-Dur KV 503
Purcell – Interludien aus „Dido und Aeneas“
Mozart – Symphonie Nr. 41 C-Dur KV 551 „Jupiter“
5. Meisterkonzert
Dienstag 11. Januar 2011 – 20 Uhr
Eurogress Aachen
Kit Armstrong
Klavierabend
Bach/Liszt – Fantasie und Fuge g-moll &
„Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“
Bach – Chromatische Fantasie und Fuge BWV 903 &
Präludium und Fugen aus: Wohltemperiertes Klavier I
Liszt – Étude d’execution transcendante Nr. 10,
„Les Cloches de Genève” &
„Die Vogelpredigt des heiligen Franz von Assisi“
6. Meisterkonzert
Mittwoch, 26. Januar 2011 – 20 Uhr
Eurogress Aachen
Eine russische Sinfonie in Bildern
Orchestre National de Lorraine
Leitung Jacques Mercier
Tobias Melle – Photographie
Franck – Le chasseur maudit
Saint-Saëns – Danse macabre
Dukas – Der Zauberlehrling
Tschaikowsky – Symphonie Nr. 5
7. Meisterkonzert
Donnerstag, 10. März 2011 – 20 Uhr
Eurogress Aachen
Wiener Symphoniker
Leitung Adam Fischer
Alice Sara Ott – Klavier
Liszt – Klavierkonzert Nr. 1 Es-Dur &
Totentanz für Klavier und Orchester
Brahms – Symphonie Nr. 1 c-moll op. 68
8. Meisterkonzert
Samstag, 9. April 2011 – 20 Uhr
Eurogress Aachen
Alison Balsom – Trompete
I Musici
Trompetenkonzerte von Antonio Vivaldi,
Tomaso Albinoni, Georg Philipp Telemann
& Georg Friedrich Händel
Concerti für Streicher von Antonio Vivaldi
9. Meisterkonzert
Dienstag, 10. Mai 2011 – 20 Uhr
Eurogress Aachen
Prager Symphoniker
Leitung Jiří Kout
Nikolai Tokarev – Klavier
Brahms – Haydn-Variationen op. 56
Tschaikowsky – 2. Klavierkonzert G-Dur
Dvořák – Symphonie Nr. 7 F-Dur
Kontakt
Konzertdirektion Kempf GmbH
Schöne Aussicht 34
65193 Wiesbaden
Tel.: +49 (0)611 525092
Fax: +49 (0)611 525093
www.konzertdirektion-kempf.de
info@konzertdirektion-kempf.de

