Gesellschaft Freunde der Künste

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Der Schalk kehrt zurück an den Tegernsee

Olaf Gulbransson Museum präsentiert Sonderausstellung mit Porträtkarikaturen und Ölgemälden von Olaf Gulbransson

Nach über zweijähriger Abwesenheit kehren die Gemälde von Olaf Gulbransson wieder heim an den Tegernsee in das gleichnamige Museum. Zusätzlich zu der Dauerausstellung, in der etwa 30 Werke zu sehen sind, präsentiert die Olaf Gulbransson Gesellschaft e.V. Tegernsee ab 27. September in einer Sonderschau Exponate aus dem Depot der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen sowie Leihgaben aus Privatbesitz. Darunter befinden sich viele Werke, die zum ersten Mal in der Öffentlichkeit gezeigt werden.

1873 in Oslo geboren, kam Olaf Gulbransson 1902 nach München, wo er als Mitglied der „Simplicissimus“- Redaktion durch seine Karikaturen rasch internationalen Ruhm erlangte. Er wurde zu einem der scharfsichtigsten Porträtisten seiner Zeit. 1929 als Professor an die Akademie der Bildenden Künste in München berufen, erwarb er im gleichen Jahr den Schererhof hoch über dem Tegernsee.

In einer großartigen Landschaft, die ihn an seine norwegische Heimat erinnerte, schuf Gulbransson nun Landschafts- und Porträtbildnisse, die zu den Höhepunkten europäischer Zeichenkunst des 20. Jahrhunderts gehören. Er starb im 85. Lebensjahr 1958 in Tegernsee.

Porträtkarikaturen stehen im Mittelpunkt der Ausstellung. Schon der gefürchtete Kunstkritiker Gunnar Heiberg schrieb darüber: „Dann stand ich vor Olaf Gulbranssons Karikaturen, aber auf mich wirkten sie wie die reine Wirklichkeit. Gulbransson ist fertig zum Überfall auf den, den er hasst, und zum Einsatz für das, was er liebt. Wie alle guten Karikaturen, so sind seine Zeichnungen ähnlicher als die Menschen sich selbst.

Fest in der Kontur, einfach in der Form, schönheitsgebunden von und in der Linie, logisch in der Übertreibung. Er verachtet die Grimasse, die Zimperlichkeit und besitzt die Eleganz, Grazie und Begeisterung für den Ernst der Komik.“

Ein Besuch bei Max Liebermann in Berlin brachte den Zeichner Olaf Gulbransson dazu, mit Ölfarbe anzufangen: Liebermann: „Warum malen Sie nicht?“ – Gulbransson: „Weil ich es nicht kann.“ – Liebermann: Hier ist ein Pinsel, und hier die Leinwand.“

In seinen späten Jahren entstanden Aquarelle, Pastelle und Ölbilder, welche die umliegende Landschaft und die Menschen zum Thema hatten, welche Gulbransson am nächsten standen. An Alfred Kubin schrieb er: „Einmal wird man sagen, Olaf hat erst mit siebzig angefangen.“

Der Troll aus Norwegen, der – so beschrieb ihn der ehemalige Bayerische Kultusminister Hans Maier – „Riese mit Kindergemüt, das ist im Falle dieses Norwegers kein leeres Klischee. Seine kräftige Hand war der haarfeinsten Striche mächtig, und seine Porträts sind, bei aller Schärfe der Charakteristik, umgeben von einer Aura des zarten Respekts.“

Die Ausstellung mit Werken von Olaf Gulbransson ist bis zum 31. Januar 2010 im Olaf Gulbransson Museum in Tegernsee zu sehen, täglich außer montags von 10.00 bis 17.00 Uhr. Postkarten, Plakate sowie Literatur von und über Olaf Gulbransson sind im Museum erhältlich.

Dauer der Ausstellung bis zum 31.01.2010

Kontakt

Im Kurgarten

83684 Tegernsee

Dienstag bis Sonntag 10.00 – 17.00 Uhr

Telefon: 08022/33 38

Fax: 08022/85 99 157

E-Mail: olaf.gulbransson(at)gmx.de

Presse

Kommunikationsberatung Dr. Klaus Arnold

Ansprechpartnerin: Antje Eichler

Tumblingerstraße 32

80337 München

Tel.: 089/16 50 13

Mobil: 0179/214 24 83


Öffnungszeiten

Di bis So 10.00 bis 17.00 Uhr
Montags geschlossen

Links

http://www.olaf-gulbransson-museum.de/programm/jahresprogramm-2008.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Olaf_Gulbransson