Gesellschaft Freunde der Künste

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einer der bedeutendsten Dramatiker Skandinaviens

Öko-Drama. Ein Volksfeind: Schauspiel von Henrik Ibsen am Theater Biel Solothurn bis 1.4.2011

Das Schauspiel in Biel Solothurn bleibt Skandinavien treu. Nach dem zeitgenössischen Stück „Fünf Mal Gott“ des schwedischen Autors Jonas Hassen Khemiri im Dezember kommt ab Mitte Januar der neben August Strindberg bedeutendste Dramatiker Skandinaviens zu Wort: Henrik Ibsen.

Sein Stück „Ein Volksfeind“ ist ein Öko-Drama, wie es sich auch heute zutragen könnte. Die vor rund 130 Jahren entstandene Geschichte stellt die physische Gesundheit des Einzelnen den ökonomischen Interessen einer Kleinstadt gegenüber, beleuchtet das moralische Engagement eines Einzelkämpfers im Kampf gegen die Mehrheit einer Gemeinschaft.

Eine von ihrem heilenden Kurbad abhängige Kleinstadt diffamiert den Kurarzt als Volksfeind, als dieser öffentlich macht, dass das Wasser im Bad vergiftet sei. Der Arzt kämpft gegen die irrationalen Tendenzen der Massen und zugleich gegen die scheinheilige und korrupte Natur des politischen Systems.

„Ein Volksfeind“ („En Folkefiende“) ist ein Stück über das Wesen der Demokratie. Es stellt die Überzeugung des Einzelnen der populistischen Mehrheit gegenüber. Ibsen kritisiert, dass die öffentliche Meinung oft als Wahrheit akzeptiert werde. Er schrieb das Stück als Antwort auf die öffentliche Kritik an seinem vorherigen Drama „Gespenster“, welches zu seiner Zeit als skandalös galt, da es die herrschenden Konventionen kritisierte.

Schauspielleiterin Katharina Rupp inszeniert das Stück aufgrund einer eigenen Textfassung in einer heutigen Sprache. In einem schlichten, reduzierten Bühnenbild von Cornelia Brunn schält sie die Aktualität des Stoffes heraus. Die Volksversammlung des 4. Aktes findet in Solothurn als Talkshow in einem Fernsehstudio statt.

Kontakt

Beat Glur

Presseverantwortlicher

Tel.: 079 333 65 10

E-Mail: presse@theater-biel.ch