In dieser Festspielsaison locken die 24. Internationalen Fredener Musiktage vom 29. Juli bis 10. August 2014 mit französischer Musik und gutem Wein ins malerische Leinebergland. Das Publikum erwarten bekannte und neu zu entdeckende Werke aus dem Schatzkästchen der französischen Kammermusik sowie große Künstler abseits der üblichen Kulturschauplätze. Denn hier macht der Ton die Musik. Französisch ausgedrückt: „C’est le ton qui fait la musique!“ – das diesjährige Motto der Fredener Musiktage.
Festivalintendant Utz Köster und der künstlerische Leiter Adrian Adlam haben ihren ganz persönlichen Bezug zum musikalischen Frankreich in diesem Jahr zum Programm gemacht. „Die französische Musik ist für mich durch meine Arbeit als Musiker im Orchestre Philharmonique du Luxembourg an der spannenden Schnittstelle zwischen deutscher und französischer Kultur längst eine Herzensangelegenheit geworden. Gleiches gilt für Adrian Adlam, der bereits in seiner Jugend in Luxemburg französisch geprägt wurde“, so Intendant Utz Köster über die Motivation zum diesjährigen Länderschwerpunkt.
Festival in Deutschland
Neben der festivaleigenen camerata freden widmen sich das Minguet Quartett und das Ensemble Le Concert Lorrain der Kammermusik französischer Komponisten an den idyllischen Spielstätten Zehntscheune und Kirche St. Georg auf dem Fredener „Festspielhügel“ und dem Alfelder Fagus-Werk, UNESCO-Weltkulturerbe seit 2011. Wem dies zu ernst ist, den wird Florence Absolu mit Chansons von Jacques Brel, Edith Piaf und Barbara verführen. Der Akkordeonspieler Vincent Peirani wurde unlängst in Frankreich als „Jazzmusiker des Jahres“ ausgezeichnet und wird mit dem Klarinettisten Émile Parisien die „Belle Èpoque“ im Concert Adieu zum Festivalabschluss zu Gehör bringen.
Festival in Freden
Ihrem hohen Anspruch werden die Fredener Musiktage auch in diesem Jahr wieder gerecht. Ein Kompositionsauftrag wurde eigens vergeben an den Komponisten Olivier Dartevelle, der in einem Komponistenporträt dem Publikum vorgestellt und dessen Septett „Pantomimes“ von der camerata freden im Konzert uraufgeführt wird. Auch an die Jüngsten wurde wieder gedacht, mit Workshops in der Grundschule Freden und zwei Kinderkonzerten stellt das duo pianoworte als Prolog vor dem Festival „Die Geschichte von Barbar, dem kleinen Elefanten“ von Francis Poulenc vor. Alle Sinne ansprechend entführt die Ausstellung des französischen Malers Hervé Loilier auch optisch nach Frankreich und macht die Fredener Musiktage wieder zu einem spartenübergreifenden Kunstereignis. Abgerundet wird das Programm durch einen Filmabend mit dem beeindruckenden Musikfilm „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ im Ballsaal des Hotel Steinhoff. Ohrwürmer garantiert!
Lassen Sie sich verzaubern vom Charme dieses ehrenamtlich geleiteten und von einem engagierten Förderverein mit Leidenschaft getragenen feinen Musikfestivals. Karten gibt es im Festivalbüro unter der Telefonnummer 05184-950179, über die Hoempagesowie bei allen ReserviX-Vorverkaufsstellen.
Sa, 2.8., 19 Uhr Vernissage
Zehntscheune Werkeinführung von Dr. Marion Vogt
zur Eröffnung der Ausstellung von Hervé Loilier
Sa, 2.8., 20 Uhr camerata freden
Zehntscheune Felix Klieser – Horn; Thomas Hell – Klavier; Adrian Adlam – Violine; Christine Townsend – Viola; Bartholomew LaFollette – Violoncello; Stephen Robbings - Klavier
Jean Francaix – Divertimento für Horn und Klavier
Francis Poulenc – Elegie für Horn und Klavier
Charles Gounod – Six Mélodies pour le Cor à Pistons et Piano
Gabriel Fauré – Klavierquartett Nr. 1
So, 3.8., 16 Uhr Komponistenportrait
Zehntscheune Der Komponist Olivier Dartevelle im Gespräch mit Adrian Adlam
So, 3.8., 17 Uhr camerata freden
Zehntscheune Sabine Raynaud – Flöte; Olivier Dartevelle – Klarinette; Runa ’t Hart - Violine, Ed Daniel – Violine; Dagmar Ondracek – Viola; Mikayel Hakhnazaryan – Violoncello; Annemieke Ijzerman – Harfe; Thomas Hell - Klavier
Claude Debussy – Sonate für Flöte, Viola und Harfe
Olivier Dartevelle – „Pantomimes“ Septett für Flöte, Klarinette, Harfe und Streichquartett (Auftragswerk – Uraufführung)
André Jolivet – „Chant de Linos“ für Flöte, Harfe und Streichtrio
Cécile Chaminade – Serénade aux Etoiles op. 142 für Flöte und Klavier
Maurice Ravel – Introduktion und Allegro für Flöte, Klarinette, Harfe und Streichquartett
Anschließend Grillfete!
Di, 5.8., 20 Uhr camerata freden
Kirche St. Georg Thorsten Johanns – Klarinette; Adrian Adlam – Violine; Mikayel Hakhnazaryan – Violoncello; Stephen Robbings – Klavier
Johann Sebastian Bach – Partita d-moll für Violine solo
Olivier Messiaen – „Quatuor pour la fin du temps – Quartett für das Ende der Zeit“
für Violine, Klarinette, Violoncello und Klavier (mit Farbprojektionen)
Mi, 6.8., 20 Uhr „De Padam à Amsterdam“
Zehntscheune Florence Absolu singt Chansons von Brel, Piaf, Barbara…
Christophe Oury – Akkordeon; Helmut „Daisy“ Becker – Trompete; Benedikt Schweigstill – Klavier; Stefan Zawar-Schlegel – Bass; Bastiaan Sluis – Schlagzeug
Do, 7.8., 20 Uhr Die Kinder des Monsieur Mathieu
Hotel Steinhoff, Ballsaal Französischer Spielfilm von 2003, Regie: Christophe Barratier
In Zusammenarbeit mit dem Mobilen Kino Niedersachsen e.V.
Fr, 8.8., 20 Uhr Le Concert Lorrain
Zehntscheune Leonard Schelb - Traversflöte; Swantje Hoffmann - Violine; Stephan Schultz – Violoncello; Sabina Chukurova - Cembalo
Zum 250. Todesjahr von Jean-Philippe Rameau
„Dans le salon de Rameau – Eine Hausmusik bei Rameau“
Jean-Philippe Rameau – Les Sauvage
Joseph Bodin de Boismortier – Sonate für Violoncello und B.c. G-Dur op. 50 Nr. 2
Jean-Philippe Rameau – La Poule
Joseph Bodin de Boismortier – “Premier Ballet de Village”
Jean-Philippe Rameau – Suite en La pour le clavecin
Joseph Bodin de Boismortier – “Première Serénade ou Simphonie francaise”
Sa, 9.8., 20 Uhr Minguet Quartett
Fagus-Werk Alfeld Ulrich Isfort – 1. Violine
Fabrikhalle Annette Reisinger – 2. Violine
Aroa Sorin – Viola
Matthias Diener - Violoncello
Claude Debussy – Streichquartett g-moll op. 10
György Ligeti – Streichquartett Nr. 1 „Métamorphoses nocturnes“ (1953/54)
Maurice Ravel – Streichquartett F-Dur op. 35
So, 10.8., 17 Uhr camerata freden
Zehntscheune Simon van Hoecke – Trompete, Adrian Adlam – Solovioline; Runa ’t Hart – Violine; Edward Daniel – Violine; Marjolein Dispa – Viola; Ulrikke Henninen – Violoncello; Ilka Emmert – Kontrabass; Thomas Hell – Klavier
Claude Debussy – Sonate g-moll für Violine und Klavier
Camille Saint-Saens – Septett für Trompete, Klavier, Kontrabass und Streichquartett
Ernest Chausson – Konzert für Violine, Klavier und Streichquartett
Anschließend Grillfete!
So, 10.8., ca. 21 Uhr Concert Adieu
Zehntscheune Jazz mit Peirani & Parisien Duo Art
Belle Époque
Vincent Peirani – Akkordeon und Émile Parisien - Sopransaxofon
Utz Köster
Internationale Fredener Musiktage
Festivalbüro
Am Schillerplatz 6
D-31084 Freden (Leine)


Vincent Peirani ist Frankreichs „Jazzmusiker des Jahres“ und wird mit dem Klarinettisten Émile Parisien die „Belle Èpoque“ das große Finale bestreiten. © Grosse Geldermann
Minguet Quartett © Regina Feldhoff
Camerata Freden, Percussion pur Quelle: Internationale Fredener Musiktage