Die Schauspielerin Nina Hoss erhält den 11. Bremer Filmpreis. Die mit 8 000 Euro dotierte Auszeichnung wird der 33-Jährigen am 15. Januar 2009 in dem Bremer Rathaus verliehen. In der Jury-Begründung heißt es, dass das deutsche Kino vor Nina Hoss‘ Leinwandpräsenz "ärmer" gewesen sein. "Es musste ohne ihre Genauigkeit auskommen, ohne ihre Konzentration, ohne ihre Ernsthaftigkeit und ohne ihr Talent, gerade in der Begrenzung eine wirklich erstaunliche Bandbreite an Ausdrucksformen zu entwickeln", wurde betont.
Ihren Durchbruch hatte die in Stuttgart geworden Schauspielerin 1996 Film Bernd Eichingers TV-Remake des 50er-Jahre-Erfolgs "Das Mädchen Rosemarie". Darin spielte die bis dato völlig Unbekannte die Hauptrolle der Frankfurter Edelprostituierten Rosemarie Nitribitt. Fortan wurde Nina Hoss als neue femme fatale gefeiert. Doch bis heute hat Hoss durch Filme wie "Der Vulkan" (1998), "Toter Mann" (2001) und "Die weisse Massai" (2005) gezeigt, dass sie eine wandlungsfähige und vielseitig begabte Darstellerin ist. Im Jahre 2007 erhielt sie den "Silbernen Bären" der Filmfestspiele Berlin, damals als beste Darstellerin im Film "Yella". Derzeit ist Nina Hoss im Kinofilm "Anonyma - Eine Frau in Berlin" anzuschauen und 2009 ist in Christian Petzholds Film "Jerichow" zu sehen.
Mit dem jährlich übergebenen Bremer Filmpreis werden Filmschaffende für ihre Leistung um das europäische Kino geehrt. Die ehemaligen Preisträger sind die Herren Lars von Trier und Ken Loach. Mit dieser Verleihung startet auch das "14. Internationale Bremer Symposium zum Film". Das Event wird von Kino 46 und der Universität Bremen ist vom 16. bis 18. Januar 2009.


