Erwin Schulhoff war in den 20er Jahren einer der ersten europäischen Komponisten, der den Jazz in seine Kompositionen integrierte. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde seine Musik in Deutschland als entartet verboten.
Schulhoff, der für die kommunistische Weltrevolution kämpfen wollte, wurde 1942 - inzwischen russischer Staatsbürger - in Prag interniert und in das Lager auf der Wülzburg bei Weißenburg/Bayern deportiert, wo er starb. Die 1930 uraufgeführte "Hot-Sonate" für Saxophon und Klavier stellt den Höhepunkt seiner Jazz-Kompositionen dar. Seine Beschäftigung mit dem Jazz basierte auf der Begeisterung für die literarische Dada-Bewegung, einem Ausweg aus Bürgerlichkeit und Konvention.
Philharmonisches Orchester Regensburg
In der "Hot-Sonate" integrierte Schulhoff Jazzelemente in die Struktur der klassischen Sonatenform. Die Sonate "behält ihre Spontaneität und Leichtigkeit. (...) Typisch sind die Verwendung von Pentatonik,
Quart-Quint-Harmonik, Akkordparallelen, Polyrhythmik und eine motorische Begleitung." (Josef Bek) Der Saxophonist und Komponist Detlef Bensmann arrangierte bereits 1994 eine Fassung der "Hot-Sonate" für Saxophon und großes Orchester und erstellte speziell für das Philharmonische Orchester Regensburg
eine Neubearbeitung, die beim Neujahrskonzert 2015 uraufgeführt wird.
Die Geschichte vom Nussknacker und dem Mausekönig stammt ursprünglich von E.T.A. Hoffmann. Die Anregung zu seinem dritten und letzten Ballett, das sehr große Popularität errang, erhielt Tschaikowski durch ein Theaterstück, das sein Bruder Modest für die Kinder seiner Schwester geschrieben hatte. Für die
"Nussknacker-Suite" verwendete der Komponist neben der Ouvertüre eine Reihe von Charaktertänzen, die dem Werk schon bei der Uraufführung 1892 großen Erfolg einbrachte.
Konzert in Regensburg
Ergänzt wird das Programm des Neujahrskonzerts durch Werke von Johann Strauß
- ein inzwischen längst zur Tradition gewordener Brauch.
3. SINFONIEKONZERT | mit Werken von:
ERWIN SCHULHOFF (1894-1942)
Hot-Sonate für Saxophon und Orchester,
Neu-Orchestrierung von Detlef Bensmann
Uraufführung <
PJOTR ILJITSCH TSCHAIKOWSKI (1840-1893)
Die Nussknacker-Suite op. 71 a
JOHANN STRAUß (SOHN)
Reiseabenteuer op. 227
St. Petersburg-Quadrille op. 225
Russischer Marsch op. 426
Der Kobold op. 226
Abschied von St. Petersburg op. 210
1. Januar 2015 - 17 Uhr
4. / 5. / 8. Januar 2015 - jeweils um 19.30 Uhr
Neuhaussaal ( 1. OG, Theater am Bismarckplatz)
Einführungen am 4./ 5. / 8. Januar 2015 - jeweils um 19 Uhr im Foyer
Neuhaussaal (Theater am Bismarckplatz, 1. OG), Eintritt frei
Dirigent: Tetsuro Ban
Saxofon: Detlef Bensmann
Es spielt: Das Philharmonische Orchester Regensburg
Theater Regensburg | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | Clara Fischer
Bismarckplatz 7 | 93047 Regensburg
ClaraFischer@theaterregensburg.de


Philharmonisches Orchester Regensburg (c) Juliane Zitzlsperger