Let´s make music as friends" - Leonard Bernsteins Credo von einem internationalen, jungen, professionellen Orchester war Inspiration und Ansporn zugleich für Justus Frantz, 1995 die Philharmonie der Nationen zu gründen. Musiker aus 40 Nationen und fünf Kontinenten kommen hier unter ihrem Dirigenten Justus Frantz zusammen. Es musizieren Serben mit Slowenen, Syrer mit Israelis, Chinesen mit Franzosen, Russen und Italienern. Das Geheimnis ihrer friedlichen Koexistenz ist ihre gemeinsame Sprache - die Musik. Justus Frantz gelang es, aus dem Orchester einen Klangkörper mit Weltniveau zu formen.
Die Philharmonie der Nationen eröffnet talentiertesten Musikern eine hervorragende Chance, jenseits von kulturellen und internationalen Grenzen auf den Bühnen rund um die Welt zu konzertieren. Mehr als 1000 Konzerte haben die Musiker in den letzten Jahren auf der ganzen Welt gegeben.
1998 war die Philharmonie der Nationen offizielles Orchester der Operalia, ein Gesangswettbewerb von Placido Domingo. Zu den konzertanten Höhepunkten gehörte u. a. 1998 der Auftritt zum "Tag der Vereinten Nationen" im Vollversammlungssaal der UNO in New York auf Einladung des Generalsekretärs Kofi Annan.
Zahlreiche internationale Tourneen führten das Orchester u.a. in die Städte Kiew, Budapest, Moskau, Shanghai, Guangzhou, Kuala Lumpur und Beirut. In der Kuppel des Berliner Reichstagsgebäudes setzte die Philharmonie auf Einladung des Bundespräsidenten Johannes Rau und von Frau Friede Springer am 01. Oktober 2000 ein Zeichen gegen Rechtsradikalismus in Deutschland. Im Sommer 2001 gab die Philharmonie der Nationen unter der Leitung von Justus Frantz das Privatkonzert für Papst Johannes Paul II an seinem Sommersitz Castelgandolfo. Die Philharmonie gab zwei Tage nach dem Attentat vom 11. September ein Solidaritätskonzert mit Mozarts Requiem in der Hamburger Michaeliskirche zugunsten der Opfer.
Im Januar 2003 wurden die Originalhandschriften der 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven von der UNESCO in das Weltdokumentenerbe-Verzeichnis "Memory of the World" - Das Gedächtnis der Welt - aufgenommen. Beim Festakt im Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin spielte die Philharmonie der Nationen die 9. Sinfonie von Beethoven unter der Leitung von Justus Frantz. Im Juni 2003 trat das Orchester zum 300. Geburtstag von St. Petersburg im Rahmen des "White Nights Festival" in St. Petersburg auf und spielte auch unter der Leitung von Valéry Gergiev im Mariinsky Theater. Unter den Konzertgästen befanden sich, neben anderen bedeutenden Persönlichkeiten, der damalige Innenminister Otto Schily, sowie sein Amtskollege, der Russische Innenminister Boris Gryzlov. Größte Erfolge hatte das Orchester auf seiner USA-Tournee im November 2003.Alle Menschen werden Brüder!“ Eine großartige Vision.
Welch Wunder also, dass Beethovens 9. Symphonie mit der Vertonung von Schillers „Ode an die Freude“ im Finale das wohl beliebteste musikalische Neujahrs-Programm ist. Aber mehr noch: Die vier Sätze schäumen über vor musikalischen Ideen: Vom düsteren, Kampf und Schrecken zeichnenden Kopfsatz über die rhythmische, Chaos evozierende Ekstase des Scherzo und das innig singende Adagio bis zur hymnischen Apotheose des „Freude, schöner Götterfunken!“ Wie so oft bei Beethoven eine Wanderung von der Dunkelheit ins Licht. Und mit dem „Alle Menschen werden Brüder!“ hat man dann gleich einen Vorsatz fürs neue Jahr.
14.4.2009 Berlin, Konzerthaus, 20.00 Uhr
Tickets unter: www.ticketonline.com


