Vor der Gründung der Filmakademie wurden dem Deutschen Filmpreis mangelnde Transparenz und Proporzdenken vorgeworfen. Inzwischen entscheiden mehr als tausend Filmschaffende selbst über Ehre und Fördermillionen. Und auch dieses Verfahren weckte Sorgen: Muss diese Orientierung am Oscar nicht zu einer Verflachung des Preises führen?
Zehn Lolas für Michael Haneke beweisen das Gegenteil: Hier wurde ein unumstrittenes Meisterwerk ausgezeichnet, das sich dem Massengeschmack verweigert - mit seiner peinigenden Grausamkeit genauso wie mit der Verweigerung von Antworten.
Dass zugleich der Mainstream-Mann Bernd Eichinger geehrt wurde, ist kein Widerspruch. Der Film ist beides: Kunst und Ware. Die Akademie hat das berücksichtigt.
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