Osnabrück (ots) - Das Weltformat wird wieder neu erfunden -Keine Documenta ist wie die andere, aber in einem sind sie sich gleich: Sie haben das Format der Weltkunstausstellung immer wieder neu erfunden. Die von Carolyn Christov-Bakargiev verantwortete Ausgabe von 2012 wird diese Tradition fortsetzen.
Das ist es dann aber auch schon. Denn nach der räumlichen Globalisierung, die Okwui Enwezor der Kasseler Ausstellung 2002 verordnete, wird Christov-Bakargiev die inhaltlichen Grenzen der Kunst radikal ausweiten. Der Kunstbegriff ist oft genug zerdehnt worden. Ob er jetzt mit lautem Knall zerreißt?
Die nächste Documenta wird sich radikal an Fragen, weniger an der Kunst und ihrer Ästhetik orientieren. Ob wir 2012 gar zu dem Schluss kommen werden, dass die Kunst eigentlich nicht mehr so viel zum Verständnis unserer Gegenwart beizutragen hat? Dieses Fazit liegt immerhin im Bereich des Möglichen
Die Documenta-Leiterin räumt erst einmal ab, was früher so nervte - vom Großkonzept bis zum Kuratorengehabe. Das entspannt. Und nimmt dem üblichen Geraune im Vorfeld die Grundlage. 2012 gibt es eine Documenta. Mehr müssen wir nicht wissen.
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