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Nationaltheater - Spielplan für die 232. Spielzeit

Nationaltheater Mannheim - Mit 35 Premieren in Oper, Junge Oper, Schauspiel, Ballett

Mit 35 Premieren in Oper, Junge Oper, Schauspiel, Ballett und Schnawwl sowie 70 Wiederaufnahmen in allen Sparten präsentiert das Nationaltheater  seinen vielseitigen Spielplan für die 232. Spielzeit 

Mit Les Contes d´Hoffmann von Jacques Offenbach eröffnet die Oper die neue Spielzeit mit einem Stück, dessen endgültige Gestalt durch den vorzeitigen Tod Offenbachs nicht bekannt ist und damit viel Freiraum für eigene Fassungen und Interpretationen schafft.

In der Inszenierung von Christof Nel übernimmt der neue Stellvertreter des Generalmusikdirektors und 1. Kapellmeister Alois Seidlmeier die musikalische Leitung. Der Lohengrin steht am Beginn der Erneuerung des Mannheimer Wagner-Repertoires.

Dirigiert wird er von Generalmusikdirektor Dan Ettinger, der damit seinen ersten Wagner in Mannheim und die Neuinszenierung Joachim Schlömers Die Zauberflöte musikalisch leiten wird.

Die erfolgreiche Uraufführung der Oper Montezuma-Fallender Adler stellt den Beginn einer Reihe von Uraufführungen am Nationaltheater dar, in der namhafte Komponisten für innovatives und aufregendes neues Musiktheater stehen.

Salvatore Sciarrinos Superflumina, das in der vergangenen Spielzeit verschoben werden musste, wird im Mai 2011 nun zur Uraufführung kommen.

Die Junge Oper feiert in der neuen Spielzeit ihr 5. Jubiläum. Mit Kurt Schwertsiks Eisberg nach Sizilien, einer Geschichte über die Entdeckung der Sexualität nach F. K. Waechters Die Eisprinzessin, steht nun auch eine Oper für Jugendliche auf dem Programm.

Schauspieldirektor Burkhard C. Kosminski setzt seinen Schwerpunkt im Programm weiterhin auf zeitgenössisches Autorentheater: mit Auftragswerken und neuen Stücken von Felicia Zeller, Theresia Walser und Karl-Heinz Ott, Kathrin Röggla, Ulrike Syha, Philipp Löhle, Jan Neumann, Lukas Bärfuß und Tracy Letts gibt es in der Spielzeit 2010/2011 insgesamt neun Ur- und Erstaufführungen im Schauspiel zu sehen.

Und auch der gefeierte katalanische Regisseur Calixto Bieito inszeniert mit Friedrich Hebbels Die Nibelungen wieder am Nationaltheater. Die Hausautorenschaft übernimmt einer der angesehensten Dramatiker der Gegenwart,  Ewald Palmetshofer, dessen Stücke hamlet ist tot.

keine schwerkraft (DE) und faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete (DE) bereits am Nationaltheater zu sehen waren. Gleich zu Beginn der Spielzeit startet die Diskussionsreihe Utopie Station, in der Zukunftsvisionen, Innovationskultur und utopische Ideen mit Fachleuten aus der Metropolregion diskutiert werden.

Im Juni 2011 beschäftigen sich die 16. internationalen Schillertage mit dem Geschichtsbild des Historikers Schiller und der Moderne. 

Das Kevin O´Day Ballett befindet sich in seinem neunten Jahr in Mannheim und weitet sein zeitgenössisches Repertoire um drei Uraufführungen weiter aus. Mit Romeo und Julia, untermalt mit Musik von Sergej Prokofjew, schafft Kevin O´Day sein erstes Handlungsballett für Mannheim. Die musikalische Leitung übernimmt Alois Seidlmeier. 

Mit einer Hommage an den Rhythmus als treibender Motor eröffnet Bang on it! (UA) als dreiteiliger Ballettabend die neue Saison. Dominique Dumais und Ausstatterin Tatyana van Walsum werden nach Frida Kahlo erneut gemeinsam ein Stück zur Uraufführung bringen, Garden of Other (UA).

Unter dem Motto Fremde Freunde stehen im Schnawwl in der neuen Spielzeit Begegnung und Austausch mit Indien im Zentrum. Nach einigen Gastspielen in Indien entstand eine vielseitige Kooperation, die von der Kulturstiftung des Bundes gefördert wird.

So werden in dieser Spielzeit mit dem Theater Ranga Shankara aus dem südindischen Bangalore zwei Inszenierungen realisiert: In dem Stück Das Lied von Rama erhalten die Zuschauer mit der Unterstützung von indischen Choreografen, Musikern und Designern Einblicke in Farben, Klänge und Geschichten der indischen Kultur.

Am Ende der Spielzeit steht eine Produktion unter der Regie von Andrea Gronemeyer mit deutsch-indischem Ensemble auf dem Spielplan, Der Junge mit dem Koffer, die in Mannheim und ganz Indien gezeigt wird. Mit Ad de Bonts Anne und Zef (DSE) wird eine neue Sicht auf die Geschichte Anne Franks eröffnet.

 Auch die Arbeit im Bereich des Theaters für die Allerkleinsten, in denen der Schnawwl in Deutschland zu den Vorreitern gehört, wird in dieser Spielzeit fortgesetzt:

 Mit einer Stückentwicklung für Zuschauer ab einem Jahr knüpft das Team um Marcela Herrera an die Erfahrungen von Das große Lalula an und baut diese weiter aus. 

Das neue Spielzeitheft steht ab 18.00 Uhr zum Download unter www.nationaltheater-mannheim.de bereit.

Foto, v.l.: Eva-Maria Steinel (Mitarbeiterin Ballett, Übersetzung), Kevin O´Day (Ballettdirektor), Andrea Gronemeyer (Schnawwl-Direktorin), Sabine Schweitzer (Künstlerische Betriebsdirektorin), Regula Gerber (Generalintendantin), Prof. Klaus-Peter Kehr (Operndirektor), Regine Elzenheimer (Leitende Dramaturgin Oper), Burkhard C. Kosminski (Schauspieldirektor), Ingoh Brux (Stellv. Schauspieldirektor).

Copyright: Florian Merdes

Sandra Strahonja

Pressereferentin Oper und Schauspiel 

Nationaltheater Mannheim

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