Die Kulturpolitische Gesellschaft nutzt seit Langem digitale Medien. Fünf Websites werden ständig betreut. Elektronische Newsletter informieren über verbandliche Aktivitäten und aus Projektzusammenhängen. In verschiedenen Datenbanken kann auch online recherchiert werden. Hier eine Übersicht über die wichtigsten Dienste:
Kulturpolitisches Informationssystem
Das Institut für Kulturpolitik stellt seit 2000 mit seinem Kulturpolitischen Informationssystem (»KIS«) verschiedene Online-Dienste und Datenbanken zur Verfügung, die Akteuren aus Kulturpolitik und Kulturarbeit bei der täglichen Arbeit nützlich sind.
Über Suchfunktionen erleichtern sie die Recherche nach Publikationen, Tagungen oder kulturpolitischen Ereignissen und Daten.
Die Kulturpolitische Bibliografie enthält mittlerweile über 40.000 Nachweise von Veröffentlichungen aus allen Bereichen der Kulturpolitik und Kulturarbeit.
Neben Monografien weist sie auch Beiträge aus Sammelbänden und Zeitschriften nach, daneben Bundestags- und Landtagsdrucksachen sowie »graue« Literatur.
Der ständig aktualisierte Veranstaltungskalender gibt einen Überblick über wichtige kulturpolitische Tagungen und Veranstaltungen. In der Regel kann von hieraus direkt das entsprechende Internetangebot des Veranstalters mit Anmeldemöglichkeit angewählt werden.
Die seit 2000 fortlaufend geführte Chronik wichtiger kultureller und kulturpolitischer Ereignisse enthält mittlerweile über 1.600 Einträge und soll dazu beitragen, den kulturpolitischen Diskurs der letzten Jahre zu dokumentieren. Es kann online chronologisch oder nach Stichworten recherchiert werden.
Das Institut für Kulturpolitik wird vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.
Online-Datenbank für Studienangebote der Kulturvermittlung und Interkultur
Angewandte Kulturwissenschaften, Kultur- und Bildungsmanagement, Kulturtourismus oder Theaterpädagogik? Die Anzahl der Kulturstudiengänge an Hochschulen in Deutschland ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Eine Orientierungshilfe bietet die Online-Datenbank »Studium Kultur«, die derzeit 310 Studienangebote umfasst.
Nach einem umfangreichen Update im November 2010 sind nun auch die Studiengänge, die seit diesem Wintersemester offeriert werden, abrufbar. Anhand vielfältiger Suchfunktionen können für die einzelnen Studienangebote neben den strukturellen Angaben (u.a. Abschluss, Semester- und Studienbeiträge, Kontaktdaten) auch detaillierte Informationen zu Zielen, Inhalten sowie zur Arbeitsmarktorientierung der Studienangebote kostenlos recherchiert werden.
Die Datenbank wurde vom Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft im Rahmen des vom BMBF geförderten Projektes »Studium-Arbeitsmarkt-Kultur« erarbeitet.
www.studium-kultur.de/datenbank.html
Cultural Contact Point Germany
Das europäische Förderprogramm KULTUR (2007–2013) soll zur Schaffung eines gemeinsamen europäischen Kulturraums beitragen und zwar durch die Förderung von Kooperationsprojekten, durch Betriebskostenzuschüsse für europaweit tätige Kulturorganisationen und Netzwerke sowie durch kulturpolitische Analysen zur Unterstützung der europäischen Kulturagenda.
Der Cultural Contact Point (CCP) informiert als nationale Kontaktstelle auf seiner Internetseite über alle Förderbereiche des Programms, gibt direkten Zugang zu den Antragsunterlagen, nennt die derzeit 35 teilnahmeberechtigten Länder und die dortigen Kulturkontaktstellen; Einreichfristen, zahlreiche Projektbeispiele sowie Tipps zu Förderalternativen, Kulturorganisationen, Publikationen, Terminen etc.
Ein elektronischer Newsletter kann kostenlos abonniert werden. Kulturakteure aus dem Ausland finden zahlreiche Links zu deutschen Kultur-Organisationen mit englischen und französischen Erläuterungen. Träger des CCP sind die Kulturpolitische Gesellschaft und der Deutsche Kulturrat.
www.ccp-deutschland.de
Info-Portal »Europa fördert Kultur«
Die Europäische Union fördert kulturelle Vorhaben mit erheblichen Beträgen auch aus anderen Programmen, als dem eigentlichen Kulturförderprogramm. Eine neue Studie, die im Auftrag der Europäischen Kommission erstellt wurde, betont den Beitrag der Strukturfonds zur Entwicklung und Umsetzung kultureller Aktivitäten in Europa.
Daneben fördern EU-Programme aus den Bereichen Jugend, Bildung, Forschung, Soziales, Bürgerschaft, Informationstechnologien und Außenbeziehungen Einrichtungen, Organisationen und Personen sowie deren Projekte mit kulturellen und/oder künstlerischen Ansätzen.
Das Internetportal »Europa fördert Kultur« informiert übersichtlich über ca. 40 EU-Programme, die für Kulturakteure relevant sind, und bietet den Zugang zu den notwendigen Originalunterlagen.
www.europa-foerdert-kultur.info
Kontaktstelle Deutschland »Europa für Bürgerinnen und Bürger«
Engagement in und für Europa – das wünscht sich die Europäische Union und fördert es mit verschiedenen Maßnahmen im Rahmen des Programms »Europa für Bürgerinnen und Bürger«.
Die Kontaktstelle »Europa für Bürgerinnen und Bürger« informiert mit ihrer Internetseite über die vier Aktionen des Programms, über die Teilnahmebedingungen und Antragsfristen.
Aufschlussreich für eigene Planungen sind auch die Kurzbeschreibungen von Projekten, die bereits aus diesem Programm gefördert wurden. Unter »Infos & Service« kann der Newsletter bestellt werden, der über Neuerungen im Programm informiert.
www.kontaktstelle-efbb.de
KuPoGe-Tagungskalender
Wer Tagungstermine zu kulturpolitisch relevanten Themen sucht, wird in erster Linie beim Tagungskalender auf www.kupoge.de/tagungen.html fündig. Die Auswertung und Zusammenstellung ist Teil des Kulturpolitischen Informationssystems (kis), welches das Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft als Service betreibt.
Weitere Elemente des kis sind die kulturpolitische Bibliographie (www.kupoge.de/bibliografie.html) und die Chronik zur Kulturpolitik (www.kupoge.de/chronik.html).
Weitere Veranstaltungen, an der die Kulturpolitische Gesellschaft als Kooperationspartner beteiligt ist:
25. bis 27. Februar 2011 – Loccum
Die Zukunft der kulturellen Infrastruktur – 56. Loccumer Kulturpolitisches Kolloquium
Evangelische Akademie Loccum • Münchehäger Straße 6 • 31547 Rehburg-Loccum • T 05766/81–1 00 • albert.drews@evlka.de • www.loccum.de/programm/prog.html
8. bis 10. April 2011 – Tutzing
Kultur und Demokratie
Evangelische Akademie Tutzing • T 08158/251-0 • info@ev-akademie-tutzing.de • www.ev-akademie-tutzing.de/programm
9. bis 10. Juni 2011 – Berlin
»netz.macht.kultur. Kulturpolitik in der digitalen Gesellschaft«
Kulturpolitische Gesellschaft e.V. • Weberstr. 59a • 53113 Bonn • T 0228/ 201 67-0 • F 0228/201 67-33 • post@kupoge.de • www.kupoge.de
Das Wort zur Kulturpolitik:
»Die Krise, die wir derzeit erleben, ..., ist nicht nur eine finanzielle Krise, die sich durch ‚Mehr’ an Geld beheben ließe. Es ist vielmehr eine Krise der Kulturpolitik, die gesellschaftliche Entwicklungen zu wenig zur Kenntnis nimmt und sich von ihrer Wachstumslogik nicht befreien kann.«
(in: Norbert Sievers, Kulturpolitik plus. Anmerkungen zur Situation der Kulturfinanzierung, in: Kulturpolitische Mittelungen Nr. 131 IV/2010, S. 40)
Die Kulturpolitische Gesellschaft e.V. hat bundesweit zirka 1.500 Mitglieder und repräsentiert als Personennetzwerk alle Ebenen kulturpolitischen Handelns. Sie setzt sich seit über 30 Jahren für eine moderne und dezentral organisierte Kulturpolitik ein, die das Bürgerrecht Kultur beim Wort nimmt.
Sie ist Trägerin des Instituts für Kulturpolitik und der Kontaktstelle Deutschland »Europa für Bürgerinnen und Bürger« (Kontaktstelle EfBB) sowie (gemeinsam mit dem Deutschen Kulturrat) des Cultural Contact Points, der deutschen Kontaktstelle für Kulturförderprogramme der EU.
Kulturpolitische Gesellschaft e.V.
Weberstr. 59a • 53113 Bonn •
T 0228/20167-0 • F 0228/20167-33 •
post@kupoge.de


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