Gesellschaft Freunde der Künste

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Giuseppe Verdi | Oper in vier Teilen

Nabucco am 15.1.2011 in Darmstadt

Nabucco, der König der Babylonier, ist nach der Eroberung Jerusalems, der Zerstörung des dortigen Tempels und der Verschleppung der Judäer ins Zweistromland erneut in den Krieg gezogen. Er hat seine Tochter Fenena als Statthalterin eingesetzt, doch diese gerät in Konflikt mit Abigaille, die im Glauben aufgewachsen ist, Fenenas leibliche Schwester zu sein, mittlerweile aber erfahren hat, dass sie von einer Sklavin abstammt. Abigaille tritt die Flucht nach vorne an und trachtet Fenena nach dem Leben.

Der Machtkampf erhält eine überraschende Wende durch das plötzliche Erscheinen Nabuccos, der sich in einem Moment der Selbstüberhebung zum Gott erklärt und daraufhin mit Wahnsinn geschlagen wird. Es gelingt Abigaille, dem verwirrten König ein Todesurteil für Fenena unterzuschieben, doch im Vorfeld der Hinrichtung erfolgt ein weiteres Eingreifen der göttlichen Mächte: Der Wahnsinn weicht von Nabucco, sodass er das Todesurteil widerrufen kann, kurze Zeit später stürzt das Götzenbild des babylonischen Gottes Baal in sich zusammen. Nabucco huldigt dem Gott der Israeliten und schickt sie als freie Menschen in ihre Heimat zurück.

Ausgehend von den historischen Ereignissen um die Eroberung Palästinas durch den Babylonierkönig Nebukadnezzar (im Italienischen verkürzend Nabucco genannt) im 6. Jahrhundert v. Chr. schuf Verdi ein großes Panorama der Gefühle, auf dem sich die Konflikte der Hauptpersonen vor dem Hintergrund eindringlicher Chorszenen abheben.

Musikalische Leitung Matteo Beltrami
Inszenierung Lothar Krause
Bühne und Kostüme Dirk Hofacker
Choreinstudierung André Weiss

Bastiaan Everink | Juan Orozco (Nabucco), Joel Montero (Ismaele), John In Eichen (Zaccaria), Katrin Gerstenberger (Abigaille), Erica Brookhyser | Anja Vincken (Fenena), Thomas Mehnert (Gran Sacerdote di Bel), Lucian Krasznec (Abdallo), Margaret Rose Koenn | Hildegard Schnitzer (Anna)

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