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Musik Jazz: Grammy-Kahlschlag - Aufstand der Latin-Jazzer

Vor ein paar Wochen verkündete die National Academy of Recording Arts and Sciences (NARAS), die für die Grammy-Verleihung zuständig ist, dass sie die Zahl der jährlich zu vergebenden Auszeichnungen von 109 auf 78 reduzieren wolle. Die Streichungen treffen zwar alle musikalischen Kategorien, doch bei den Jazzern, denen gleich zwei von sechs möglichen Trophäen genommen werden, regt sich der Widerstand am heftigsten: Erst protestierte Randy Klein, der Chef des Labels Jazzhead Records, jetzt meldeten sich auch aktive Latin-Jazzer mit kritischen Tönen zu Wort. NARAS-Präsident Neil Portnow erhielt in den letzten Wochen erbitterte Mails unter anderem von den beiden Perkussionisten John Santos und Bobby Sanabria sowie Pianistin Rachel Z. Santos, der einst gemeinsam mit Eddie Palmieri dafür gekämpft hatte, dass Latin-Jazz als eigenständige Grammy-Kategorie anerkannt wurde, nannte die Entscheidung “absolut lächerlich” und legte nach: “Es ist zutiefst beleidigend, dass vollkommen ahnungslose Individuen plötzlich entscheiden, dass Latin-Jazz nicht länger eine legitime Kunstform ist, wo die Kreativität und Aktivität auf diesem Gebiet so hoch ist wie nie zuvor.”

Quelle: www.jazzecho.de