Drei Streicherinnen des hr-Sinfonieorchesters und ein Gast vom Frankfurter Museumsorchester präsentieren beim hr-Kammerkonzert am Sonntag, 13. November, um 18 Uhr im Frankfurter Funkhaus zwei Streichquartette von Franz Schubert und Sergej Prokofjew.
Im Foyer des hr-Sendesaals spielen die Geigerinnen Nadine Blumenstein und Charys Schuler Punto, die Cellistin Maja Schwamm sowie der Bratschist Philipp Nickel.
Unterschiedlicher könnten die beiden Stücke kaum sein: Schuberts G-Dur-Quartett gehört zu den ehrgeizigsten kammermusikalischen Werken des jung verstorbenen Österreichers überhaupt, während im Œuvre des russischen Komponisten Prokofjew, dessen 2. Streichquartett op. 92 zu hören sein wird, die Kammermusik zumindest quantitativ eine eher untergeordnete Rolle spielt.
Das G-Dur-Quartett ist das letzte von Schuberts insgesamt 15 Streichquartetten, komponiert im Jahr 1826, aber erst 1851 posthum veröffentlicht.
Das viersätzige Werk hat im Hinblick auf Klangfülle und Umfang geradezu sinfonische Dimensionen. Prokofjews zweites und letztes Streichquartett entstand 1941 im Nordkaukasus, wohin er mit zahlreichen anderen sowjetischen Künstlern und Wissenschaftlern vor den heranrückenden Nazi-Truppen aus Moskau evakuiert worden war.
Es besticht durch die Verschmelzung von Volksmelodien der lokalen Bevölkerung mit Prokofjews kompromisslos moderner Tonsprache.
Konzertkarten zu 16 Euro sind beim hr-Ticketcenter (Telefon 069/155-2000) und – soweit vorhanden – an der Tageskasse erhältlich. Schüler und Studenten erhalten 50 Prozent Ermäßigung.
Isabel Schad
ischad@hr-online.de

