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David Fray auf Tour im Dezember 2010

Mozarts Tiefen mit Geist erschlossen: David Fray spielt die Klavierkonzerte Nr. 22 & 25

Selten gibt es Pianisten, bei denen sich geistige Durchdringung und ein Gespür für tiefere musikalische Zusammenhänge so einmütig die Hand reichen wie bei David Fray.
Weder scheut der junge französische Pianist die intellektuelle  Auseinandersetzung mit dem Klavierspiel, noch mangelt es ihm am Flügel an direkter künstlerischer Überzeugungskraft. Von Boulez über Bach und Schubert hat er jetzt zu Mozart gefunden – und zwei seiner großen Klavierkonzerte eingespielt.

„Vor allem möchte ich für eine bestimmte Vision von Musik eintreten, ohne ihren Wert oder ihre Niveauhöhe zu verändern. Musik bedarf keiner Popularisierung, denn sie ist aus sich selbst heraus für jeden zugänglich “, sagt David Fray. Schon bei Schuberts Musik war ihm dies gelungen: Die Sunday Times lobte
Frays Meisterschaft, „jede einzelne Note mit Bedeutung zu füllen“, und sie zum Ausdruck eines seelischen Kampfes zu machen. Mozarts Klavierkonzerte bieten hier eine ganz neue Herausforderung, stehen sie doch genau zwischen
dem Ausdruck tiefer persönlicher Emotion und klassischer Repräsentation. Fray sieht ein großes Geheimnis der musikalischen Gestaltung bei Mozart in der Kunst des Anschlags: „Es ist möglich, eine unendliche Bandbreite von
Anstufungen zu erreichen, doch wie man sie genau erreicht, bleibt so etwas wie ein Mysterium. Man weiß einfach selbst nicht, wie man es macht, und man
hat den Eindruck, sich ständig neben einem Abgrund zu bewegen.“ Die Werke dieser Aufnahme entstanden in zeitlicher Nachbarschaft, in den Jahren 1785 und 1786, als Mozart auf der Höhe seines Ruhmes stand, als er selbst Triumphe als Pianist feierte und sich seine Konzerte selbst in die Finger schrieb. Viele haben Mozarts Konzerte mit instrumentalen Opern verglichen, in denen sich zwischen Klavier und Orchester ein dramatischer Dialog vollzieht.

Ein weites Feld für David Fray, auch hier die Noten mit Bedeutung aufzuladen – und sein künstlerisches Selbstverständnis zu beweisen: „Ich bin ein altmodischer Musiker, ein Handwerker, der eine gut gemachte Arbeit liebt. Ich misstraue der Technik, allerdings verstehe ich, dass wir damit leben müssen. Die Fehler unserer Zeit müssen ja dem, was wir als Künstler tun, nicht schaden. Im Grunde mag ich aber keine Kompromisse, und so versuche ich das
Unversöhnliche zu versöhnen: Freiheit und Disziplin, Gesang und rhythmische Energie, Unbeschwertheit und Ernst, Leichtigkeit und Tragödie – als Musiker und als Mensch.“


Wolfgang Amadeus Mozart
Klavierkonzert Nr. 22 Es-Dur KV 482
Klavierkonzert Nr. 25 C-Dur KV 503
David Fray, Klavier
Philharmonia Orchestra
Jaap van Zweden, Dir.


VÖ: 3. Dezember 2010

 

David Fray auf Tour: Mozart-Klavierkonzert Nr. 25 KV503
13. 12. – Regensburg, Audimax
14. 12. – München, Prinzregententheater
15. 12. – Stuttgart, Liederhalle
16. 12. – Mannheim, Rosengarten
17. 12. – Wiesbaden, Kurhaus
19. 12  – Essen  (Matinee), Philharmonie
20. 12. – Leverkusen, Forum
21. 12. – Aachen, Eurogress

 

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