Die Ausstellung „Move“ ist dem Zusammenspiel zwischen Kunst und Tanz seit den 1960er Jahren gewidmet. Sie vereint Installationen von Künstlern und Choreografen, die sich nur dann in ihrer ästhetischen Qualität und Intention erfahren lassen, wenn der Besucher bestimmte Bewegungen vollführt.
Die gezeigten Arbeiten werden von Tänzern und Darstellern, die in der Ausstellung anwesend sind, aktiviert. Oder die Kunstwerke choreografieren den Besucher, lenken seine Bewegungen und laden ihn zu einer körperlichen Erfahrung ein – er wird zum aktiven Teilnehmer, zum Tänzer.
Ausgangspunkt der Ausstellung sind Werke, die im New York der 1960er Jahre entstanden – einer Zeit, in der die Grenzen zwischen Kunst und Leben verwischten und die Kritik am Kunstwerk als Objekt und Ware einen Höhepunkt erreichte.
Wie Performance und Happening bot auch der Tanz die Möglichkeit, den Objektcharakter eines Kunstwerks aufzulösen und sich dem Kunstmarkt zu entziehen.
Die Ausstellung präsentiert Schlüsselwerke dieser Zeit – Skulpturen von Trisha Brown, Lygia Clark und Robert Morris sowie Bruce Naumans berühmten "Green Light Corridor" von 1970:
Intensives grünes Licht, Schalldämpfung und Enge in einem schmalen Korridor verstärken die Wahrnehmung des eigenen Körpers. Neben den Werken aus den 1960 und 1970er Jahren präsentiert die Ausstellung aktuelle Arbeiten von Tänzern, Choreografen und Bildenden Künstlern.
William Forsythes "The Fact of Matter" (2009), ein choreografisches Objekt aus 200 Turnringen, ist exemplarisch für die Verbindung von Skulptur, Choreografie und der Teilnahme des Besuchers.
Mithilfe der Ringe kann der Besucher den Raum durchqueren, ohne den Boden zu berühren und damit seine Kraft und geistige Beweglichkeit auf die Probe stellen. Mike Kelleys "Test Room Containing Multiple Stimuli Known to Elicit Curiosity and Manipulatory Responses" (1999/2010) ist eine Art Spielzimmer mit überdimensionalen Objekten, mit denen der Besucher – zärtlich oder aggressiv – interagieren kann.
Kelleys Interesse an Choreografie gilt dabei dem manipulierten, künstlichen Verhalten, das er in seiner "Versuchsanordnung" zutage treten lässt. Außerdem in der Ausstellung vertreten sind Dan Graham, La Ribot, João Penalva, Tino Sehgal, Franz West u.v.a.
Ein umfangreiches Performanceprogramm außerhalb der Ausstellungsräume und ein digitales Archiv mit Fotografien und Filmen der wichtigsten Performancearbeiten aus den letzten 50 Jahren ergänzt die Ausstellung.
Quelle:
http://www.hausderkunst.de/akt...
Weitere Informationen:
http://www.kulturstiftung-des-...
Stiftung haus der kunst gmbh
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80538 münchen
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f +49 (0)89 21127-157
Bild1
Boris Charmatz
héâtre-élévision, 2002 / 2005
© Boris Charmatz/ Musée de la danse 2010
Courtesy Anna van Kooij – Springdance
(© Anna van Kooij)
Bild 2
Franz Erhard Walther
Körpergewichte (Nr. 48, 1. Werksatz) (Body Weights [No. 48, First Work Set]), 1966
© the artist
Photo © Hugo Glendinning
Bild 3
Simone Forti
Slant Board, 1960/ 2004
© the artist
Courtesy the artist and The Box, Los Angeles
Bild 4
Christian Jankowski
Rooftop Routine, 2008
DVD (4 min 30 sec)
Courtesy of the artist and Lisson Gallery
Bild 5
Pablo Bronstein
Passeggiata, 2008
Video on DVD, 20 mins
Courtesy of the artist, Herald St, London and Franco Noero, Turin
Bild 6
Pablo Bronstein
Magnificent Triumphal Arch in Pompeian Colours, 2010
Bild 7
Mike Kelley
Test Room Containing Multiple Stimuli Known to Elicit Curiosity And Manipulatory Responses (Full Cast), 2001
Color photograph 28 x 49 inches
Photo Fredrik Nilsen
Courtesy of Kelley Studio
Bild 8
Mike Kelley
Adaptation: Test Room Containing Multiple Stimuli Known To Elicit Curiosity and Manipulatory Responses, 1999/ 2010
Dancers perform choreography by Anita Pace
Photo © Alistair Muir
Bild 9
Franz West, Ion, 2010
Performed by Ivo Dimchev
Photo © Hugo Glendinning
Bild 10
Ronald Emblen as Widow Simone in his Dressing Room,
Royal Opera House, London, c. 1964
Courtesy the artist (photo: Freddy Dalgetty)

