kommenden Dienstag, 12. Oktober 2010 um 19.30 Uhr im Kleinen Haus, steht Heinrich von Kleists Novelle „Michael Kohlhaas“ wieder auf dem Spielplan des Staatstheaters Wiesbaden. Die Theaterfassung für das Stück stammt von Konstanze Lauterbach und Dagmar Borrmann. Die Fassung lehnt sich eng an die Kleistsche Novelle an, akzentuiert und strafft aber den Stoff. Das Geschehen wird in seinem historischen Kontext erzählt. In der Inszenierung von Konstanze Lauterbach werden die Paradoxie eines authentischen Justizfalls in die schlimmstmögliche Wendung eines „gerechten Krieges“ und Recht und Moral ins Absurde getrieben.
Willkür, Vetternwirtschaft, Korruption und Feigheit bringen den an sich langmütigen Rosshändler Michael Kohlhaas so sehr in Rage, dass er zum Räuber und Mörder wird. Um den Tod seiner Frau Lisbeth zu rächen, greift er zur Selbsthilfe. Während der Justizfall Kohlhaas eine Eigendynamik bekommt, die alle Beteiligten zermürbt, macht sich im Land Anarchie breit. Schon längst geht es nicht mehr um einen kleinen Rechtsstreit. Die Grundfesten des Staates sind erschüttert.
Inszenierung Konstanze Lauterbach | Bühne Andreas Jander | Kostüme Karen Simon | Musik Achim Giseler
Mit: Michael Günther | Doreen Nixdorf | Jörg Zirnstein | Lars Wellings | Tobias Randel | Martin Müller | Uwe Kraus | Oliver Breite | Florian Thunemann | Friederike Ott | Michael von Bennigsen | Benjamin Krämer-Jenster | Konstantin Keidel | Steven Gänge | Dietmar Barbatschi
Preise: € 7,70 bis € 26,80
Weitere Vorstellungen: So 24.10. | So 14.11.2010 | jeweils 19.30 Uhr | Kleines Haus
Kontakt
Andrea Bartsch
Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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