Bei den Kompositionen von Olivier Messiaen liegen archaische Kraft, ja sogar Brutalität, und unfassbare Schönheit oft unmittelbar nebeneinander. Seine Musik zielt meist auf das vollkommene Erleben der Sinne und riskiert dabei alles.
Dreh- und Angelpunkt bleibt bei Messiaens Werken trotz vielfältigster Einflüsse immer sein dezidiert katholischer Glaube. Den Moment des Ursprungs dieses Glaubens, die Wiederauferstehung Christi in Gegenwart der Maria Magdalena, sah er gar als Energiefreisetzung kosmischen Ausmaßes, vergleichbar mit der Zündung der Atombombe.
Diese bizarre Metapher nimmt Dietrich Hahne, Komponist und Professor für Visualisierung an der Folkwang Universität, zum Ausgangspunkt einer multimedialen Auseinandersetzung mit dem Werk Messiaens.
Hahne nutzt den Alfried Krupp Saal als Projektionsfläche visueller und akustischer Eindrücke, um ein überwältigendes, aber auch berührendes Live-Erlebnis zu schaffen.
Nicht nur Messiaen-Kennern werden sich hier vollkommen neue Perspektiven eröffnen! Neben dem Organisten Christoph Grohmann sind das Ensemble Berlin PianoPercussion und Mike Svoboda (Posaune) zu erleben.
Thomas Neuhaus zeichnet für Live-Elektronik verantwortlich, Michael Schlappa für die Videotechnik.
Vor dem Konzert, das am Samstag, 4. Juni 2011 um 20 Uhr beginnt, findet um 19.30 Uhr „Die Kunst des Hörens“, eine Konzerteinführung durch Dietrich Hahne statt. Nach dem Konzert sind alle Besucher herzlich eingeladen, sich bei einem kostenlosen Getränk im Foyer über die Eindrücke auszutauschen. Gutscheine werden bei Auslass nach dem Konzert verteilt.
Eine Kooperation der Philharmonie Essen mit dem ICEM (Institut für Computermusik und Elektronische Medien) der Folkwang Universität der Künste im Rahmen von „Entdeckungen“ im Netzwerk Neue Musik.
Messiaen-Werke und Video am Samstag, 4. Juni 2011 um 20 Uhr – Einführung um 19.30 Uhr
Karten (Einheitspreis (€): 19,- zzgl. Vorverkaufsgebühr) und Infos unter T 02 01 81 22-200, T 01 80 59 59 598 (0,14 €/Min.) und www.philharmonie-essen.de.
Anke Meis
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