Wikinger sind groß, mit zotteligen Haaren und langen Bärten, in Felle gekleidet und mit einem Hörnerhelm auf dem Kopf – wilde Gesellen, rauf- und raublustig und dem Met nie abgeneigt. Totaler Quatsch – weiß doch jedes Kind: Der perfekte Wikinger ist klein, von Natur aus eher ängstlich und auch nicht besonders stark. Dafür zeichnet er sich durch pfiffige Ideen und Erfindungsreichtum aus.
Man muss eben nicht die größten Muskeln haben, um wirklich cool zu sein. Der „lebende“ Beweis dafür ist Wickie. Seit 1974 rettet der kleine Wikingerjunge mit den rotblonden Haaren auf der Mattscheibe mit seinen genialen Geistesblitzen seinem eher einfältigen Vater Halvar und dessen Horde das germanische Hinterteil – und gehört seitdem zu den Lieblingen in den deutschen Kinderzimmern.
Ab dem 09. September ist Wickie nicht nur im TV, sondern auch auf der Kinoleinwand präsent, unter der Regie von Michael Bully Herbig. Aber es kommt noch besser: Im Herbst 2009 erlebt Wickie seine Abenteuer auch live auf der Bühne. „Mein Freund Wickie“ heißt das Show-Musical, das ab dem 22. Oktober in Deutschland erstmalig auf Tournee gehen wird.
Neben Wickie sind natürlich auch seine Eltern Halvar und Ilva, seine Freundin Ilvie, die die Geschichte erzählt, Faxe, Snorre, Tjure, Gorm und viele andere Wikinger aus dem Dorf Flake mit dabei. Und darum geht es in „Mein Freund Wickie“: Als bei einem der Raubzüge von Halvar und seinen Mannen mal wieder etwas schief geht und sie vom fürchterlichen Gröhl gefangen genommen werden, schlägt Wickies Stunde.
Er ist der Einzige, der seinen Vater und die anderen Wikinger aus ihrer misslichen Lage retten kann. Und wieder beweist der clevere Junge, dass die richtige Idee fehlende Muskelkraft mehr als wett machen kann: Den Zeigefinger an der Nasenspitze reibend und „Ich hab´s“ ausrufend, kommt ihm der rettende Einfall und gemeinsam mit den Kindern und Frauen aus Flake macht er sich auf, seinen Vater und dessen Männer mit Verstand und List zu befreien.
Wie er das genau anstellt, ist ab dem 22. Oktober in den Fliegenden Bauten in Hamburg zu sehen – und danach ab 05. Januar 2010 auf großer Tournee durch Deutschland und Österreich. „Mein Freund Wickie“ ist eine liebevolle Inszenierung voller Abenteuer, Spannung, Witz, tollen Kostümen und noch mehr Musik. Genau das Richtige um in den Lieblingsausruf von Gorm einzustimmen: ENTZÜCKEND!
Mein Freund Wickie: Die Personen hinter „Mein Freund Wickie“
Josef Göhlen (Libretto) Josef Göhlen, der die inzwischen weltbekannte und beliebte Zeichen-trickserie „Wickie und die starken Männer“ initiiert hat, war nach seinem Studium Kinderprogrammchef des Hessischen Rundfunks (dort verant-wortete er u. a. Programme der Augsburger Puppenkiste, die Serie „Pippi Langstrumpf“ und den Spielfilm „Räuber Hotzenplotz“).
Später baute er das Kinderprogramm des ZDF mit Titeln wie „Wickie“, „Maja“, „Heidi“, „Captain Future“, „Timm Thaler“, „Nesthäkchen“, „Alf“, „Muppetshow“, „Die Simpsons“ und vielen weiteren aus. Schließlich verließ Josef Göhlen den Sender nachdem er als Chef der Vorabendserien Titel wie „Landarzt“, „Forsthaus Falkenau“ oder „Lehrer Dr. Specht“ als feste Bestandteile des ZDF-Programms erfolgreich etabliert hatte. Seitdem widmet er sich Projekten des WDR und Pro7 und wendet sich verstärkt dem Theater zu.
Prof. Christian Bruhn (Musik) Christian Bruhn gilt neben Ralph Siegel als einer der besten und vor allem erfolgreichsten deutschen Unterhaltungskomponisten. Viele seiner Lieder sind Ohrwürmer und Evergreens. Er war viele Jahre der „Hauskomponist“ (und Ehemann) von Katja Epstein und Mireille Mathieu, schrieb aber auch Songs für Peter Maffay oder Hape Kerkeling.
Nicht nur „Zwei kleine Italiener“, „Wärst du doch in Düsseldorf geblieben“, „Marmor, Stein und Eisen bricht“ , „La Paloma Ade“, „Monsieur Dupont“, „Wunder gibt es immer wieder“ und viele andere Titel sind Generationen bekannt, ebenso wie seine Lieder und die Musik zu Fernsehserien wie „Heidi“, „Wickie“, „Captain Future“ oder „Timm Thaler“.
Zudem vertonte Christian Bruhn Textzyklen von Erich Kästner, James Krüss und Heinrich Heine oder schrieb die Bühnenmusik zu Shakespeares „Der Sturm“.
Dagmar Leding (Regie) „Theater für Kinder ist nicht Erwachsenentheater im kleinen, sondern muss ganz von der Erlebnis- und Phantasiewelt der Kinder ausgehen“, sagt die Hamburger Regisseurin Dagmar Leding. Sie war am Bochumer Schauspiel, Theater Bremen sowie am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg tätig, wo sie mit namhaften Regisseuren wie Peter Zadek, Michael Bogdanov, Niels-Peter Rudolph und Götz Loepelmann zusammenarbeitete.
Götz Loepelmann, der Erneuerer des deutschen Kindertheaters, führte die gelernte Dramaturgin zur Regie. Inzwischen kann Dagmar Leding auf eine Reihe von hochgelobten Inszenierungen für Kinder wie „Pettersson und Findus“, „Die kleine Hexe“, „Der kleine Vampir“ oder „Pippi Langstrumpf“ zurückblicken.
Zuletzt hat sie für die Feuchtwanger Kreuzgangspiele 2009 „Neues vom Räuber Hotzenplotz“ von Otfried Preußler auf die Bühne gebracht. Seit 2004 ist sie außerdem Dozentin für Theatergeschichte an der Joop van den Ende Academy in Hamburg.
Erika Landertinger (Kostüme und Bühnenbild) Erika Landertinger studierte Bühnenbild und Regie am Salzburger Mozarteum. Nach Engagements als Kostümbildnerin (u.a. am Schauspiel Bonn, am Schauspielhaus Bochum, in Amsterdam, Den Haag und Rotterdam) übernahm sie zwischen 1980 und 1983 die Ausstattungsleitung der Ruhrfestspiele Reck-linghausen.
Seit 1983 zeichnete sie als freischaffende Kostümbildnerin für mehr als 200 Theaterproduktionen verantwortlich, u.a. in München (Kammerspiele, Residenztheater, Staatsoper), Hamburg (Schauspielhaus, Thalia Theater) und Wien (Burgtheater, Volksoper, Volkstheater, Wiener Festwochen), an den Staatstheatern in Stuttgart, Wiesbaden und Mainz, am Schauspielhaus Zürich sowie an weiteren Bühnen in Deutschland, Österreich und den Niederlanden.
Als bildende Künstlerin hatte Erika Landertinger mehrere Einzelausstellungen. Seit 2003 ist sie Dozentin für Kostümbild an der Toneel Academie Maastricht.
Volker Schwanke (Arrangements) Seit 2002 ist Volker Schwanke in Hamburg verantwortlich für die Musik von über zwanzig Theaterproduktionen, einem Spielfilm und drei Hörbüchern.
Er komponiert, arrangiert, kreiert Geräusche und akustische Atmosphären als Einspielungen, spielt diverse Instrumente und singt, steht oft selbst auf der Bühne als Musiker/Schauspieler und übernimmt die musikalische sowie tontechnische Leitung von Produktionen.
All dies zusammen z.B. in Hesses „Steppenwolf“ (Inszenierung: Gil Mehmert), der bereits über 100mal gespielt wurde oder der Hip-Hop-Oper „Max & Moritz“ mit über 200 Vorstellungen. Davor stand er als Bassist schon über 4000 Mal europaweit auf der Bühne und arbeitete in renommierten Ton-Studios in Hamburg, Bremen, Köln, London, Kopenhagen und Los Angeles.
In den 1970ern machte er bereits im Alter von 16 Jahren Plattenaufnahmen mit Kraut-Rock-Größen wie Karl Allaut (Lindenberg), Alto Pappert (Kraan), Holger Czukay (Can) und spielte bei „Wolfsmond“ (ex. Rattles), bevor er seine Ausbildung zum Orchestermusiker in Bremen begann und verschiedene Künstler produzierte.
Zurück in Hamburg wirkte er als Darsteller und Musiker bei Musicals wie „Hair“, „Grease“ oder „Buddy Holly“, und bei eigenen Produktionen wie „Daddy Deep“ oder dem Stück „Nerf“, das den 1. Musical-Medien-Preis gewann.
Hubert Schober (Produzent) Ursprünglich Sozialpädagoge, machte Hubert Schober in den 1990ern sein Hobby zum Beruf und wurde professioneller Konzertveranstalter und Produzent. Er produzierte zusammen mit Christian Berg „Oh, wie schön ist Panama“ und schickte die kleine Janosch-Geschichte fast drei Jahre lang erfolgreich durch Deutschland.
Es folgten „Jim Knopf & Lukas der Lokomotivführer“ und in Eigenregie „Die Biene Maja“ bevor er sich der Produktion und europaweiten Vermarktung von chinesischen Circus- und Kampf-Shows widmete. 2006 etablierte er mit seinem Partner Winston Ruddle die erfolgreiche Show „Mother Africa“, die bis dato 250.000 Besucher gesehen (und lieben gelernt) haben. Sein Motto: „Qualität statt Quantität“.
Mein Freund Wickie
Termine
Fr, 29.01.2010 15.00 Uhr Berlin Admiralspalast
Sa, 30.01.2010 11.00 Uhr Berlin Admiralspalast
So, 31.01.2010 11.00 Uhr Berlin Admiralspalast
Mein Freund Wickie“, nach dem Buch von Runer Jonsson und der Trickserie „Wickie und die starken Männer“
Dauer:ca. 90 Minuten
Verlag: VVB Norderstedt
Produzenten:Hubert Schober für FKP Scorpio Konzertproduktionen GmbH, Hamburg, in Kooperation mit CoWu Veranstaltungen GmbH & Co KG, Hamburg
Darsteller:
Die besten jungen Talente aus den Schauspiel- und Musical-Schulen der Republik!
Eintrittskarten sind erhältlich an allen bekannten Vorverkaufsstellen, oder telefonisch unter der Semmel Concerts Ticket-Hotline 01805/ 57 00 99 (14 Cent / Minute, Mobilfunkpreise können abweichen) sowie im Internet unter www.semmel.de.
Andreas Kötter
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