Die Künstlerin Mariel Poppe stellt ein skulpturales Ensemble in den Pavillon, das seine Raumeinheit aufbricht. Acht rechteckige, vertikal stehende Rigips-Wände werden mit Steckverbindungen in 120° Winkeln zusammengefügt. Ihre Anordnung ergibt einen Grundriss, der sich an chemischen Strukturformeln orientiert oder auch an Bienenwaben erinnert. Ein ornamentales Netz aus Blattmotiven durchbricht die Gipsplatten und verleiht den Wänden Durchlässigkeit. Das Netzwerk splittert den Blick und der Raum dahinter wird nur fragmentarisch erfahrbar. Merkwürdig streng sind die organischen Formen in die grünen, rechteckigen Wände eingeschnitten.
In früheren Arbeiten hat sich Mariel Poppe mit geometrischen Lochmuster-Ornamenten im Sinne einer persönlichen Grenze oder auch eines Filters oder Rasters auseinander gesetzt. Diese neue Arbeit Blattwerk ist ein Versuch, die ornamentalen Komponenten mit den organischen noch früherer Arbeiten zu verbinden und einen Bezug zwischen Architektur und Garten herzustellen.
Dauer der Ausstellung bis zum 24.3.2010
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