Mara Eggert ist Teil des Theaters und zählt zu seinen einfühlsamsten Beobachterinnen. Seit mehr als vier Jahrzehnten ist sie mit renommierten deutschen Schauspielhäusern verbunden und arbeitete als Fotografin mit einer Reihe herausragender Regisseure wie Hans Neuenfels, Ruth Berghaus und Robert Wilson.
Sie selbst versteht sich weniger als getreue Chronistin eindrucksvoller Schauspiel-, Oper-, Ballett- und Tanzinszenierungen, denn als „Bildermacherin“, die aus dem flüchtigen Bühnengeschehen eigene Bilder destilliert, um sie von der Künstlichkeit auf der Bühne in die Wirklichkeit zu überführen.
Mit äußerster Sorgfalt bereitet sich Mara Eggert auf jede Produktion vor, besucht die Proben, spricht mit Schauspielern und Regisseuren, feilt an den technischen Abläufen ihrer Arbeit. Am Ende dieses langen Prozesses stehen ihre „Gemälde“ des Theaters, die durch das Weglassen von allem Überflüssigen das Erlebte dem Vergessen entreißen und die Fantasie des Betrachters anregen sollen.
Für ihre Arbeit wurde Mara Eggert mit dem Maria Sibylla Merian-Preis des Landes Hessen ausgezeichnet. Mit 70 exemplarischen Aufnahmen präsentiert die Kunst- und Ausstellungshalle einen Überblick ihres theaterfotografischen Werks.
Plakatentwurf nach Mara Eggert, Wenn der Körper eine Stummheit ist..., 2003, Staatstheater Darmstadt,Tanztheater, © Mara Eggert
Kunst- und Ausstellungshalle
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