Zum Ende seiner 6. Ausgabe zählt das Fotofestival Mannheim-Ludwigshafen-Heidelberg knapp 36.000 Besucher und knüpft damit sehr erfolgreich an die Besucherzahlen vorangegangener Festivals an.
Unter dem Titel [7P] – [7] Orte [7] Prekäre Felder ist es dem renommierten Schweizer Kurator Urs Stahel gelungen, ein fotografisches Ausstellungsprojekt mit besonderem Qualitätsanspruch zu realisieren, das den Finger an den Puls der Zeit legte und sich mit hochaktuellen gesellschaftspolitischen Themen auseinandersetzte. Durch ein herausragendes kuratorisches Gesamtkonzept verstand es Urs Stahel die [7] Einzelausstellungen in den beteiligten Institutionen inhaltlich zu verbinden. Das Fotofestival, als international renommierte Biennale für zeitgenössische Fotografie, konnte somit seine Ausnahmestellung bestätigen und weiter stärken.
„Das 6. Fotofestival Mannheim-Ludwigshafen-Heidelberg ist auf dem Höhepunkt angelangt. Kurator Urs Stahel hat ein Feuerwerk gezündet, das keinen Besucher kalt lassen kann. Themen, die auf der Haut brennen und den Geist beschäftigen. Keine Schule des Sehens diesmal, vielmehr eine Schule des Besinnens.“ Eberhard Hess, Photo International
In partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit dem Wilhelm-Hack-Museum, dem Kunstverein Ludwigshafen, mit ZEPHYR – Raum für Fotografie, der Kunsthalle Mannheim, mit Port25 – Raum für Gegenwartskunst, der Sammlung Prinzhorn und dem Heidelberger Kunstverein, wurden auf insgesamt 4.000 Quadratmetern Video- und Fotoarbeiten von 50 KünstlerInnen aus knapp 20 Nationen ausgestellt. Präsentiert wurden über 1.000 fotografische und videografische Arbeiten, die sich mit brisanten Themen unserer Gegenwart sowie mit aktuellen gesellschaftlichen Krisen der heutigen Zeit auseinandersetzten.
„Im Rahmen des Fotofestivals 7P versammelt er [Urs Stahel] tausend bildstarke Zeugnisse von Gegenwart und Zukunft.“ Feli Schindler, Kunstbulletin (Schweiz)
Fulminante Eröffnung
Nach einer fulminanten Eröffnung mit über 600 Gästen, verzeichnete das Festival bereits am ersten Wochenende 3.800 Besucher. 27 der 50 internationalen KünstlerInnen waren vor Ort. Der Schweizer Künstler Yann Mingard äußerte sich wie folgt zu den Ausstellungen: „Excellent selection and mix of artists. It was a long time that I didn’t see a good show, festival like this“, und Henrik Spohler urteilte: „Präzise im Konzept und in der Präsentation der Fotografien wird der Besucher von einem Ausstellungsort zum nächsten immer neu und überraschend mit Bildkonzepten konfrontiert, die gesellschaftliche Fragestellungen thematisieren. Dabei sind die Themen so aktuell, dass das Fotofestival auch auf die jüngsten Entwicklungen in Europa Bezug nimmt.“
Ausstellung in Mannheim
„Mit 7 Ausstellungen über prekäre Orte liefert Kurator Urs Stahel in Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg aus vielen Perspektiven eine große Bestandsaufnahme unserer Gegenwart.“ KUNSCHT Magazin, SWR Fernsehen
Vielfältiges Rahmenprogramm und zahlreiche Highlights
Mit über 136 Veranstaltungen bot das Fotofestival ein umfangreiches und vielfältiges Rahmenprogramm für alle Besuchergruppen. Bereits am Eröffnungswochenende gaben die KünstlerInnen Julika Rudelius, Thomas Hirschhorn, Rico Scagliola & Michael Meier, Ilit Azoulay, Gabriele Galimberti und Paolo Woods in ihren Artist Lectures exklusive Einblicke in ihre Werke. Insbesondere die Kuratorenführungen mit Urs Stahel vermittelten den Besuchern ein umfangreiches Hintergrundwissen über die Ausstellungen.
Ein weiteres Highlight war u.a. Foto Voices, das jungen aufstrebenden FotografInnen eine Plattform bot. Auch der Smartphonewalk fand hohen Zuspruch. Unter Anleitung von Mannheimer Studierenden aus dem Bereich Fotografie konnten die Teilnehmer mit ihrem Smartphone unbekannte und skurrile Orte entdecken und diese fotografieren. Die Ergebnisse wurden der Öffentlichkeit auf Instagram vorgestellt.
„Denn auch in seiner sechsten Auflage bietet es, was viele andere mittlerweile zahlreichen Fotofestivals kaum erreichen: Neben herausragender Fotografie vor allem konzeptionelle Klarheit und erstklassige Rahmenbedingungen.“ Andreas Langen, Stuttgarter Zeitung
Großes Engagement der Sponsoren und Förderer
Durch die tatkräftige Unterstützung des Premiumsponsors BASF SE und des Hauptsponsors MVV Energie konnte das Fotofestival kontinuierlich wachsen und sein Programm weiterentwickeln. Dazu gehörte auch die Zusammenarbeit der vielen Förderer wie die Förderung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg.
Kooperationen mit Universität Heidelberg
Durch die Zusammenarbeit mit der Universität Heidelberg wurden zwei Projekte partnerschaftlich realisiert. Studierende der Universität Heidelberg berichteten über die Ausstellungsorte und die KünstlerInnnen aktuell im Festivalblogwww.fotofestivalblog.com.
Das Fotofestival hatte es sich für die Laufzeit 2015 zum Ziel gesetzt, verstärkt junge Menschen anzusprechen und sie durch hochwertige Ausstellungen und Vermittlungsformate für zeitgenössische Fotokunst zu begeistern. Vor diesem Hintergrund ist der Zuwachs des Publikums in der Gruppe junger Erwachsenen besonders erfreulich. Spezielle Angebote für junge Menschen boten einen zusätzlichen Anreiz die Ausstellungen zu besuchen und wurden rege genutzt.
Fotofestival Mannheim-Heidelberg
Erneut hatten die Besucher im Rahmen einer internen Besucherresonanzanalyse an sieben Ausstellungsorten die Möglichkeit, ihr direktes Feedback abzugeben. Bereits zum zweiten Mal kooperiert hierbei das Fotofestival mit der Universität Heidelberg. Die Daten für die Studie wurden von Studierenden im Rahmen eines Praxisseminars erhoben. Die Ergebnisse dienen als Richtlinie für die Organisation der kommenden Festivals.


Stefanos Tsivopoulos, Filmstill aus History Zero, 2013, © Stefanos Tsivopoulos, courtesy Stefanos Tsivopoulos und Kalfayan Galleries, Athens – Thessaloniki