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buchstäblich Kulturgeschichte geschrieben

Mannheim „Die Staufer und Italien“ Mittelalterausstellung endet mit Rekorden

Mannheim – Als sich die Türen des Museums Zeughaus zur Ausstellung „Die Staufer und Italien“ am Sonntagabend zum letzten Mal schlossen, stand bereits fest, dass die Mittelalterschau nicht nur Geschichte gezeigt, sondern buchstäblich Kulturgeschichte geschrieben hat.

Keine andere kulturhistorische Ausstellung in Mannheim vermochte es bislang, eine vergleichbare Anzahl an interessierten Besuchern in die Stadt zu ziehen. Über Monate prägten täglich lange Besucherschlangen auf dem Toulonplatz das Stadtbild. Bis zum Kassenschluss am 20. Februar 2011 um 20 Uhr passierten genau 236.893 Gäste die Museumspforte der Reiss-Engelhorn-Museen zur Staufer-Schau. Bundesweit konnten sich die Staufer damit unter den zehn erfolgreichsten Mittelalter-Ausstellungen seit 1977, dem Beginn dieses Genres, platzieren.

Unter den Museumsbesuchern befanden sich zahlreiche Prominente aus Politik und Unterhaltung: Hierzu zählten Altbundeskanzler Helmut Kohl, die ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler und Walter Scheel, die Ministerpräsidenten Kurt Beck und Volker Bouffier, dessen Vorgänger Roland Koch, Baden Württembergs stellvertretender Ministerpräsident Ulrich Goll, der Vorsitzende der Bischofskonferenz Erzbischof Robert Zollitzsch, ZDF-Intendant Markus Schächter, Showmaster Frank Elstner und Star-Tenor René Kollo.

In Mannheim weckten 520 Originalexponate von über 120 Leihgebern aus ganz Europa und den USA eine besondere Faszination bei den Besuchern. Die fast 237.000 Geschichtsinteressierten wollten die mittelalterlichen Kunstschätze, wie etwa den Thronenden König aus dem Metropolitan Museum in New York, den Krönungsmantel Kaiser Friedrichs II. aus dem Bistumsschatz Metz, das Skulpturenprogramm vom Brückentor aus Capua und die Seligen vom Mainzer Lettner, das Hauptwerk des Naumburger Meisters, sehen.

Neue Maßstäbe setzte auch das Rahmenprogramm zur Ausstellung: Am Stauferjahr, das die Reiss-Engelhorn-Museen gemeinsam mit den Partnern in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen ausgerufen hatten, beteiligten sich 41 süddeutsche Städte die zusammen einen Veranstaltungsreigen mit über 300 Veranstaltungen wie Konzerten, Begleitausstellungen, Vortragsreihen und Mittelalterfesten organisierten.

Zu den Bestsellern im Museumsshop zählten neben dem zweibändigen Katalogwerk, das Damals-Heft "Die Staufer – Kaiserträume in Italien" und die zur Ausstellung produzierte CD "Klang der Staufer" der Capella Antiqua Bambergensis, die sich acht Wochen in den Top Ten der Charts für Alte-Musik hielt und kurzfristig neu aufgelegt werden musste. Auf der Website www.staufer2010.de wurden von März 2010 bis Februar 2011 fast 16 Millionen Zugriffe registriert.

Auch für die Gewerbetreibenden in Mannheim und der Region, wie Gastronomie, Einzelhandel und Hotellerie wirkte sich die mittelalterliche Kaiser-Dynastie segensreich aus. Die Mannheimer Hoteliers etwa vermeldeten für 2010 einen neuen Höchststand an Übernachtungsgästen - erstmals wurde die Millionengrenze überschritten. Zweidrittel der Museumsbesucher kamen von außerhalb nach Mannheim, viele von ihnen nutzten die Ausstellung als Anlass, erstmals die Quadratestadt kennenzulernen.

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Bild 1

Ehrengäste besichtigen anlässlich der Eröffnung „Die Staufer und Italien“ die Ausstellung, darunter der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier und der Vorsitzende der Bischofskonferenz Erzbischof Robert Zollitzsch. © rem, Foto: Jean Christen

Bild 2

Besucherschlange vor dem Museum Zeughaus der Reiss-Engelhorn-Museen, in dem die Ausstellung „Die Staufer und Italien“ von September 2010 bis Februar 2011 zu sehen war.

© rem, Foto: Jean Christen

Bild 3

Vergoldeter Barbarossakopf, Selm-Cappenberg

© Curt-Engelhorn-Stiftung, Mannheim / Foto: Frank Boxler

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Magdalena Pfeifenroth, M.A.

Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit / Online-Redaktion
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