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Die Manic Street Preachers aus Wales

Manic Street Preachers - Englands Melodie-Heroen - Exklusives Konzert am 13. Mai in Hamburg

Sie gelten als eine der kreativsten Bands des Königreichs. Die Manic Street Preachers aus Wales gehören seit Mitte der 90er zur Speerspitze der britischen Rockmusik. Acht ihrer zehn Studioalben erreichten die britische Top 10, fünf davon sogar die vorderen drei Plätze.

Ihr elftes Studioalbum wurde jetzt für den Sommer angekündigt. Zuvor spielen die Manic Street Preachers einige ausgewählte Shows in einem für ihre Verhältnisse sehr intimen Clubrahmen. Ein exklusives Deutschland-Konzert steht am 13. Mai in der Hamburger Markthalle auf dem Plan.

Nur wenige Acts in der Geschichte der Rockmusik wurden derart stark durch ihre Herkunft geprägt wie die vier Schulfreunde, die Mitte der 80er die Manic Street Preachers gründeten.

Das walisische Arbeiterstädtchen Blackwood ist eine Hochburg des britischen Bergbaus und galt als eine Keimzelle des Widerstands gegen die restriktiven Pläne der Thatcher-Regierung.

In dieser aufgeheizten Atmosphäre wuchsen die vier Söhne aus Arbeiterfamilien auf und wurden früh für ein gesellschaftliches Bewusstsein sensibilisiert. So sind die Manic Street Preachers bis heute eine der politischsten Bands Englands.

Dabei bedienten sich Sänger und Gitarrist James Dean Bradfield, Bassist Nicky Wire, Gitarrist Richey Edwards und Schlagzeuger Sean Moore schon immer eines klugen Tricks, um ihre Botschaften zu vermitteln:

Mit hinreißenden, häufig geradezu verzaubernden Melodien erschmeicheln sie sich zunächst die Aufmerksamkeit des Hörers, um ihm dann ihre deutlichen Meinungen und unverblümten Texte ins Gesicht zu schleudern.

Seit zehn Alben folgen sie dieser besonderen Maxime, die beweist, dass sich intellektuelle Botschaften und Hit-Charakter keineswegs ausschließen müssen.

Großer Erfolg war den Manic Street Preachers von Anfang an beschieden. Gleich ihr Debütalbum „Generation Terrorists“ stieg 1992 auf Platz 13 der britischen Charts. Acht Alben und 15 Singles schafften es in die Top 10.

Als das englische Q Magazine zum Jahrtausendwechsel eine repräsentative Leserumfrage nach der ‚besten Band des Jahrtausends’ initiierte, wurden die Manic Street Preachers mit beachtlichem Abstand auf den ersten Platz gewählt.

Der Grund für diesen anhaltenden Erfolg findet sich in ihrer qualitativen Konstanz. Denn obwohl sich die Manic Street Preachers immer wieder erfinden, bleiben sie ihrem Sound treu. Unbeeindruckt von Trends oder Innovationen folgen sie ihren eigenen Idealen und Visionen.

Dass sie damit selbst zu Trendsettern einer walisischen Rockszene avancierten, aus der Bands wie Catatonia, die Stereophonics oder Feeder hervorgingen, belegt ihre Einzigartigkeit.

Nicht minder außergewöhnlich ist ihr Umgang mit Krisen. Als sie vor einigen Jahren kreativ stagnierten, experimentierten sie zunächst auf überraschend klingenden Soloalben mit neuen Ansätzen, um anschließend umso besser zu harmonieren.

Selbst die große Tragik ihrer Band-Historie, das spurlose Verschwinden des Gitarristen Richey Edwards, konnten sie in etwas Positives verwandeln: Mit gleich zwei Alben verarbeiteten sie den Verlust des Freundes – der, laut Bradfield „noch immer bei uns ist, wenn wir musizieren“. Es bleibt somit spannend, welche Themen und Inhalte ihr kommendes Album bereithalten wird.

Termine

Special Guest: The Joy Formidable

13.05.2011Fr.Hamburg / Markthalle

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Karim Muna

Marek Lieberberg Konzertagentur GmbH & Co.KG
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