Das erste Festival im Neuen Jahr: MaerzMusik 2011. Das Festival für aktuelle Musik der Berliner Festspiele feiert dieses Jahr sein 10-jähriges Bestehen. Die Jubiläumsausgabe widmen wir dem Thema KLANG BILD BEWEGUNG.
Vom 18. bis 27. März präsentieren wir exemplarische, aufregende und mutige Projekte aus jüngster Zeit mit Musik zu alten und neuen Filmen, musikalischer Videokunst und experimentellen Intermedia-Installationen und Performances.
Außerdem sind international hochkarätig besetzte Kammermusik- und Ensemblekonzerte zu erleben. Aufgrund der weiter andauernden Modernisierungsarbeiten im Haus der Berliner Festspiele finden alle Veranstaltungen von MaerzMusik 2011 "außer Haus", an verschiedenen Orten in ganz Berlin statt.
Filmmusik
Filmmusik ist in diesem Jahr eines der großen Themen bei MaerzMusik. Insgesamt sind 20 Vorführungen mit Film zu erleben, darunter vier Stummfilm-Klassiker mit neuer Live-Musik als deutsche Erstaufführungen:
Metropolis (1927) von Fritz Lang mit neuer Musik von Martin Matalon für die bei der Berlinale 2010 bejubelte Fassung, der Anti-Kriegsfilm J’accuse (1919) von Abel Gance mit Musik von Gary Lucas und Reza Namavar, Ein Sechstel der Erde (1926) von Dziga Vertov in der Vertonung von Filmmusik-Star Michael Nyman und der bewegende Film Die seidenen Fäden des Wasserfalls (Taki no shiraito) des japanischen Regisseurs Kenji Mizoguchi von 1933, für den die japanische Komponistin Misato Mochizuki neu Musik komponiert hat.
Neben den vier großen Stummfilmprojekten werden zwei Filmreihen im Kino Babylon gezeigt: musikalische Filmessays von Uli Aumüller und "musikalische" Filme, die wesentlich von ihrem Soundtrack getragen werden, u.a. von den Regisseuren Peter Greenaway, Lars von Trier, David Lynch und Francis Ford Coppola.
Raumszenische Musikprojekte
Raumszenische Musikprojekte und audiovisuelle Performances sind ein weiterer Schwerpunkt der diesjährigen MaerzMusik. Zur Eröffnung am 19. März wird die aus England stammende Komponistin Rebecca Saunders – seit 2009 Mitglied der Akademie der Künste Berlin – mit der musikFabrik eine neue Version ihres räumlich inszenierten Werkes Chroma XV im MOSKAU aufführen.
Ensemble ascolta performt Werke der Irin Jennifer Walshe, der frisch gekürten spanischen Nationalpreisträgerin Elena Mendoza und eine Uraufführung der Taiwanesin Pei-Yu Shi. Aus Finnland kommen Monodramas von Perttu Haapanen und Lotta Wennäkoski, von der litauischen Komponistin Justė Janulytė stammt die Musik zur Bühnenskulptur Sandglasses.
Fr, 18.03.11 | 20.00 Uhr | MOSKAU
Rebecca Saunders Chroma XV
Do, 24.03.11 | 19.00 Uhr | Sophiensaele
Perttu Haapanen und Lotta Wennäkoski Monodramas
Sa, 26.03.11 | 19.00 Uhr | Sophiensaele
Justė Janulytė Sandglasses
Sonic Arts Lounge
Die nächtliche Sonic Arts Lounge entführt wie in jedem Jahr in transmediale Erlebniswelten zwischen Kunst und Musik, Klang und Bild, Elektro und Akustik. Sie findet diesmal in angesagten Berliner Clubs statt: im MOSKAU, Berghain und TRAFO.
Dort entstehen Projekte wie die poetisch-knisternde Glühlampenmusik – von Osram bis Narva – des Berliner Performance Künstlers Michael Vorfeld, ROAD WORKS des Photographen und Videokünstlers Beat Streuli aus der Schweiz mit dem Saxophonisten Christoph Gallio und Licht-Zeiten von Michael Wertmüller mit dem Videokünstler Lillevan.
Mit dabei sind auch alva noto aka Carsten Nicolai aus Berlin und drei international gefragte Multimedia-Künstler aus Japan: Ryoji Ikeda, Yutaka Makino und Shintaro Imai.
Fr, 18.03.11 | 22.00 Uhr | MOSKAU
Di, 22.03.11 | 22.00 Uhr | Berghain
Yutaka Makino Conflux
Mi, 23.03.11 | 22.00 Uhr | Berghain
Christoph Gallio | Beat Streuli ROAD WORKS
Fr, 25.03.11 | 22.00 Uhr | TRAFO Kraftwerk Mitte
alva noto unitxt/univrs (derivative version)
Michael Vorfeld Glühlampenmusik
Seien Sie willkommen zu Abenteuern, Genüssen und Herausforderungen für Augen und Ohren.
Das gesamte programm, siehe link:
http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/02_maerzmusik/mm_start.php
Ihr Matthias Osterwold
Künstlerische Leitung MaerzMusik
Berliner Festspiele
Schaperstraße 24
10719 Berlin
Tel +49 30 254 89-0 (Empfang)
Fax +49 30 254 89-111
E-Mail info@berlinerfestspiele.de
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