Gesellschaft Freunde der Künste

Nachrichten und Veranstaltungen in unserem Archiv

Maurice Ravel / Alexander Zemlinsky

Märchenstoff über zwischenmenschliche Gewalt. L'Enfant et les sortilèges / Der Zwerg am 27.2.2011 Bayerische Staatsoper, München

Zum einen: Das Kind, das keine Schularbeiten machen möchte und trotzig sein Zimmer verwüstet, erlebt plötzlich, wie seine Gegenstände lebendig werden und ihm wegen seiner Aggressivität feindlich gesinnt sind. Die Möbel tanzen, das Kaminfeuer verfolgt das Kind, die Zahlen aus dem Rechenbuch schwirren umher. Erst als das Kind im Garten das verletzte Eichhörnchen liebevoll verbindet, werden die Gegenstände versöhnlich.

Zum anderen: Ein Zwerg freut sich, dass er persönlich der Prinzessin zu ihrem Geburtstag gratulieren darf und ahnt nicht, dass er lediglich zur Erheiterung der Festgesellschaft seine Hässlichkeit zur Schau stellen soll. Noch nie hat er sich nämlich im Spiegel gesehen und ist deshalb von der Liebe der Prinzessin gefangen. Als er sich im Spiegel erblickt, begreift er das böse Spiel und bricht tot zusammen.

Sidonie Gabrielle Colette und Oscar Wilde schrieben zwei ganz verschiedene Märchenstoffe, die beide davon erzählen, wie brutal Menschen miteinander umgehen können. In Maurice Ravels Vertonung verschmelzen Jazz, Operettentöne, Belcantoklänge und Exotisierendes zu einer zauberhaften Phantasiewelt. Der Wiener Alexander Zemlinsky stand privat und künstlerisch Gustav Mahler nahe und verlor seine Geliebte Alma Schindler an ihn, die ihn später als „kleinen, hässlichen Gnom“ bezeichnete.

In französischer und deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

Kontakt

Bayerische Staatsoper
Max-Joseph-Platz 2
D-80539 München
Tel: 0049 - (0)89 - 21 85 01
Karten: 0049 - (0)89 - 21 85 19 20

Presse

Christoph Koch

T +49.(0)89.21 85 10 20
F +49.(0)89.21 85 10 23

christoph.koch@st-oper.bayern.de