Gesellschaft Freunde der Künste

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Tanz als Ventil für Verzweiflung und Wut

Love Hurts ... Petrushka

Lassen sich die Tanzwelten der Ballets Russes und des Streetdance zusammenführen? Diese Frage beantwortet das Projekt Love Hurts ... Petrushka mit einem klaren Ja, denn beide Tanzbewegungen eint das gleiche Grundgefühl.

Anfang des 20. Jahrhunderts überwanden die Ballets Russes als eines der bedeutendsten Ballettensembles die künstlerische Stagnation. Die Ballettwelt erlebte damals eine Revolution. Neue, junge, wilde Tänzer, Choreographen, Musiker, bildende Künstler und Komponisten belebten das Ballett auf bis dahin unvorstellbare Weise und entfachten sowohl heftigen Protest als auch riesige Begeisterungsstürme.

Protest und Auflehnung wiederum sind die Themen des Streetdance, dessen Ursprung die Straße ist, die gesäumt ist von Verzweiflung, Unterdrückung und Demütigung. Der Tanz, der hier entsteht, bietet den Akteuren ein Ventil, um ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Das Lebensgefühl dieser
jungen Kultur unterwandert mit der ihr eigenen Sprache über den Tanz und die Musik die traditionelle Bühnenform des Balletts, verfremdet, ergänzt und bereichert sie.

Dabei steht der Tanz nicht für sich, sondern eine starke Emotion wird in den Mittelpunkt gerückt: Das Leiden der Liebe, das Leiden Petruschkas in seiner Liebe zu einer schönen Ballerina. Seine Liebe bleibt unerwidert und führt schließlich zu einem tragischen Ende. Petrushka spielt vor dem Hintergrund einer bunten Jahrmarktwelt, die sich auch in der Musik widerspiegelt.

Wie viele andere russische Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts hatte Strawinsky ein starkes Interesse an Volksmusik und nahm folkloristische Elemente in seine Kompositionen auf. Der Musiker und dj Opposum (Mike Dietrich) untermalt und ergänzt Strawinskys Musik mit Elementen des HipHop, Techno und anderen modernen Formen und musikalischen Ausdrucksweisen. Theaterzauber und die magische Welt des Puppentheaters gehen in die moderne Großstadtkultur über. Das Gegen- und Miteinander unterschiedlicher Ästhetiken und Stile machen den Reiz dieses Projektes aus.

Ein »Dancical«
Mit Ballett, Streetdance, Akrobatik, Klassik, HipHop, DJing
Konzept und künstlerische Leitung: Dirk Elwert
Choreographie: Mario Schröder (Ballett), Julie Pecquet (Breakdance, Street Dance)
Ausstattung: Claus Stump
Musik: Mike Dietrich aka dj Opossum

Premiere am 24.10.2009, 19.30 Uhr

Weitere Vorstellungen 25.10.2009, 19.30 Uhr

Kontakt

Theater im Pfalzbau
Berliner Str. 30
67059 Ludwigshafen

Telefon (0621) 504 25 - 40/41
Fax (0621) 5 04-29 30
E-Mail: info@theater-im-pfalzbau.de

Links

http://www.theater-im-pfalzbau.de/lovehurtspetrushka/