Ein heißer Augusttag. Masao massiert Großmutter, Hidehiko spielt verstecken, Katsutoshi schält Kartoffeln. Da trudelt vom blauen Sommerhimmel ein Fallschirm herab. Die Welt steht kurz still. Dann explodiert sie. Hiroshima, die Heimatstadt dreier 12jähriger Jungen, geht in einer Apokalypse unter. Binnen Sekunden verwandelt sich die blühenden Handelsund Universitätsstadt in einen historischen Schreckensschauplatz.
Hisashi Inoue beschreibt diesen Tag, den 6. August 1945, aus der Sicht der Kinder und schildert deren beispiellosen Versuch, inmitten der Apokalypse den Alltag wiederherzustellen. Weit oben am Himmel entfernt sich ein Flugzeug, es hat soeben »Little Boy«, die erste Atombombe, abgeworfen. Im Cockpit ein Pilot. Was spielt sich ab in einem Piloten in den Sekunden vor, in den Jahren nach dem Abwurf?
Der 6. August 1945 war der Tag, der vor Augen führt, dass die Menschheit die technische Möglichkeit besitzt, sich auf einen Schlag auszulöschen. Wie konnte es so weit kommen? Diese Fragen schlagen einen Bogen ins Hier und Jetzt. Wofür steht »Hiroshima«, und wie nah ist uns die Geschichte unserer Partnerstadt heute? Regisseur Marc Prätsch begibt sich auf eine deutschjapanische Spurensuche mit Elementen des ButohTanzes.
Besetzung
RegieMarc Prätsch
BühnePhilipp Nicolai
Kostüme Adriana Braga Perepzki
MusikSven Kaiser
VideoAxel Töpfer
Sachiko Hara
Wolf List
Catherine Stoyan
Kontakt
Schauspielhaus Hannover
Prinzenstr. 9
30159 Hannover
Presse
bjoern.achenbach@staatstheater-hannover.de
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