Zwischen Erde und Himmel: Die Erde ist die Welt des Rummelplatzes, in der Liliom als Schaukelbursche luftige Träume verwirklicht, den Traum vom Schweben, den vom Lieben. Die Frauen lieben Liliom, das weiß Julie über ihn schon bei der ersten Begegnung, an deren Ende sie beide ihre Arbeit verloren haben. LILIOM „Jetzt bist du auch so wie ich. (Julie antwortet nicht) Du auch ... davongejagt!" Für den bürgerlichen Alltag und seine Regeln ist er nicht gemacht. Liliom kennt nur eine Welt, in der man sich nimmt, was man braucht, in der man schlägt, wenn das Lieben zu schwer wird, und sich selbst umbringt, wenn es nicht so geht, wie man will, oder nicht mehr weiter weiß. Das himmlische Gericht ersetzt die säkulare Justiz und beschließt: Nach 16 Jahren Läuterung im Fegefeuer darf er zur Erde zurück, für einen Tag zu Frau und Kind. Zur Bewährung, danach wird sein Schicksal endgültig entschieden. „Gib Acht und denke dir etwas recht Schönes aus für dein Kind...“ Sein Geschenk ist ein Stern, den er vom Himmel stiehlt. Doch Frau und Tochter erkennen ihn nicht; der Tochter bleibt er fremd wie das Geschenk, das er für sie fand. Auch sie schlägt er, überfordert wie vor 16 Jahren. Damit hat er seine letzte Chance vertan – Liliom bleibt unerlöst.
Besetzung
Beatrix Doderer, Katharina Hauter, Anne Schäfer, Peter Albers, Michael von Au, Dennis Herrmann, Dirk Ossig und Sophie Köster, Martin Laue
RegieFlorian Boesch
Bühne Dorothee Curio
Kostüme Dorothee Curio
Musik Martin Schütz
Premiere am 12.3.2010
Weitere Aufführungen bis zum 3.4.2010
Kontakt
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Presse
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