Es ist eine der bekanntesten Liebesgeschichten der Welt und eine der tragischsten dazu: Shakespeares Tragödie von Julia und ihrem Romeo. Seit der erfolgreichen Premiere im September 2009 verzaubert das Schicksal der zwei Liebenden in der Inszenierung von Tilman Gersch das Publikum im Großen Haus des Hessischen Staatstheaters.
Passend zum aktuellen Wetter bringt Gersch in seiner Inszenierung bildlich das Eis zwischen zwei verfeindeten Familien zum Schmelzen. Im Bühnenbild einer majestätischen Eislandschaft setzen sich Romeo (Michael von Burg) und Julia (Friederike Ott), die zwei aus unterschiedlichen Clans stammenden Liebenden, in jugendlicher Bedingungslosigkeit über alte Familienfehden und eheliche Vorbestimmung hinweg, um einzig und allein miteinander glücklich zu werden.
Doch genau dies scheint ihnen verwehrt. Zermahlen zwischen Intrigen, Hass, Verbannung und tragischen Zufällen, scheitert ihr Traum der unbedingten Liebe und erst im Tod finden sie schließlich zueinander.
Shakespeares Tragödie von 1597 hat seit jeher nichts von ihrer Faszination und Eindringlichkeit eingebüßt und inspiriert bis heute zahlreiche Theatermacher. Der berührende Schlussdialog zwischen Romeo und Julia, der alle Sehnsucht, alle Traurigkeit und banges Ahnen in berauschende Poesie kleidet, gehört zum Schönsten, was die Weltliteratur zu bieten hat.
Die Inszenierung von Tilman Gersch wird an folgenden Februar-Terminen gezeigt:
Dienstag 9. Februar und Freitag 19. Februar 2010, jeweils um 19.30 Uhr im Großen Haus.
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