Die Ausstellung stellt die impressionistische Malerei als eine landesweit auftretende Kunstbewegung vor. Ausgehend von den Dresdner Vertretern wird die Vielfalt dieses Malstils – von der östlichen und nördlichen Ausprägung bis hin zur süd- und südwestdeutschen Variante – aufgezeigt. Dabei steht das Motiv der Landschaft mit Gärten, Parkanlagen und Strandszenen im Mittelpunkt der Bildauswahl. Hinzu kommen Café- und Biergartenszenen, Stadtansichten und einige intime Interieurs.
Die Flüchtigkeit des Augenblickes festhalten, das Erspürte mit knapper und unmittelbarer Pinselführung erfassen und durch Farbflecke und Lichtreflexe Atmosphäre vermitteln – dies sind zentrale Anliegen impressionistischer Malerei. Entscheidend für die Herausbildung des neuen Malstils um 1890 war der Schritt heraus aus den Ateliers und hinein in die Landschaft. Mit Leinwänden, Pinseln, Farbtuben und Palette nebst Feldstaffelei, Hocker und Sonnenschirm zogen die Maler in die Natur, um dort zu arbeiten.
Viele deutsche Maler suchten in Frankreich Anregungen und lebten – wie Max Liebermann und Lovis Corinth – eine Zeit lang in Paris. Dennoch ist der deutsche Impressionismus nicht als später Nachfolger des französischen zu verstehen, der sich bereits 20 Jahre zuvor herausgebildet hatte. Anders als dieser bedienten sich die deutschen Impressionisten einer deutlich dunkleren Farbpalette und arbeiteten die Gegenstände stärker heraus: Das Bildmotiv löst sich selten in Farbe und Licht auf, sondern bleibt mit seinen materiellen Eigenschaften erkennbar.
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