Liebe Kunstfreunde, nutzen Sie im Oktober noch die Gelegenheit, die erfolgreiche Ausstellung "KALEIDOSKOP. HOELZEL in der Avantgarde" im Kunstmuseum Stuttgart anzuschauen. Sie läuft bis einschließlich 1. November. Ab 3. Oktober werden im Sammlungsbereich herausragende Werke der konkreten Kunst in der Ausstellung "KONKRET. Die Sammlung Heinz und Anette Teufel" gezeigt. Wer dagegen "Ben Willikens. Licht und Dunkel" noch nicht gesehen hat, sollte sich sputen: Das Abendmahl und die "Orte"-Serie des Stuttgarter Künstlers sind nur noch bis zum 4. Oktober im Kunstmuseum zu erleben.
Neben den laufenden Ausstellungen präsentiert das Kunstmuseum im Oktober zwei Schwerpunkte in der Sammlung neu: Arbeiten von Dieter Roth sowie Konzeptkunst mit Künstlern wie z.B. Joseph Kosuth.
Unter den Veranstaltungen möchten wir Sie auf das Zusammenwirken von zeitgenössischer Musik und konkreter Kunst am 16. Oktober mit dem Stuttgarter Ensemble Ascolta sowie auf ein literarisch-experimentelles Sprachspiel mit der Akademie für gesprochenes Wort am 21. Oktober aufmerksam machen.
Für Kinder dreht sich im Herbstferien-Programm des Kunstmuseum Stuttgart in Kooperation mit dem mu*pä*di diesmal alles um die figürliche Kunst.
Drei Jahre lang hat sich Ben Willikens intensiv mit Leonardo da Vincis Abendmahl im ehemaligen Dominikanerkloster Santa Maria delle Grazie in Mailand befasst. Am Ende dieses künstlerischen Dialogs standen 1979 zahlreiche Entwürfe und ein monumentales Tafelbild, das erstmals nach fast 30 Jahren wieder in Stuttgart gezeigt wird.
Ohne Jünger und Christusfigur oder andere erzählerische Elemente reduziert sich die biblische Szene auf eine konzentrierte Licht-Raum-Architektur, die das kunsthistorische Vorbild verdichtet und seine Botschaft für den zeitgenössischen Kontext öffnet.
In der Ausstellung wird zudem die vollständige Serie »ORTE« zu sehen sein. Willikens befasst sich hier erstmals mit realer Architektur, mit Bauten in Nürnberg, Berlin und München, die in den 1930er Jahren geschaffen wurden, um den Allmachtsfantasien des NS-Regimes Gestalt zu verleihen. Aller Machtinsignien beraubt, offenbaren sie ihren todbringenden Charakter: Ins Zentrum rückt das Dunkel, hinter dem unausweichlich Tod und Verderben warten.
Die in den Jahren von 1996 bis 1999 entstandene Serie – zehn Leinwände und 15 Gouachen – wurde von der »Daimler Kunst Sammlung« für das Kunstmuseum Stuttgart erworben und diesem als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt.
Ausführliche Informationen zum Programm des Kunstmuseum Stuttgart im Oktober finden Sie auf http://www.kunstmuseum-stuttgart.com/
Monika Köhler
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