Letizia Battaglia, 1935 in Palermo geboren, hat ihr Leben als Fotografin, Stadträtin, Verlegerin und politische Aktivistin dem Kampf für Gerechtigkeit und Freiheit gewidmet. In ihrem leidenschaftlichen Engagement gegen die Mafia wurde die Kamera zu ihrer Waffe, ihre Bilder rüttelten auf und gaben der Mafia und den Opfern ein Gesicht. In ihren herausragenden Fotoarbeiten dokumentiert sie gesellschaftliche Verhältnisse, die von Gewalt, Trauer, und Ungerechtigkeit geprägt sind. Ohne Distanz konfrontiert sie sich und die Betrachter mit einer menschenverachtenden Wirklichkeit und fordert auf, auch dort hinzuschauen, wo es unerträglich ist. "Ich glaube wirklich, mein Leben hat erst mit der Kamera richtig begonnen", sagt Battaglia. "Damit meine ich meine Freiheit, meine Stimme."
Letizia Battaglia ist mit international renommierten Preisen ausgezeichnet worden. 1985 erhielt sie den W. Eugene Smith Award und 2007 wurde die "kämpferische Photographin aus Italien für ihr engagiertes Werk" von der Deutschen Gesellschaft für Photographie mit dem Dr.-Erich-Salomon-Preis geehrt.
n Kooperation mit: Stadtbibliothek München, Komm-Bildungsbereich, Istituto Italiano di Cultura München und Circolo Cento Fiori e.V. Die Ausstellung „Letizia Battaglia – Sizilianische Fotografien von 1976 bis 2009“ findet im Kontext der Reihe „Italien neu verstehen, Politik – Kultur – Lebensart“ statt. Siehe auch unter www.mvhs.de/italien
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