Gesellschaft Freunde der Künste

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anekdotisch, amüsant, aber auch informativ, bewegend

Lesung: Roger Willemsen erzählt von seinen Reisen - Die Enden der Welt im Brunosaal Köln am 12.11.2011

Bei dem Bühnenprogramm zu den „Enden der Welt“ handelt es sich um ein fantastisches Erzählerprogramm in dem Roger Willemsen neunzig Minuten lang ohne Rückgriff auf  den geschriebenen Text von seinen Reisen erzählt – anekdotisch, amüsant, aber auch informativ und bewegend.

 

Auf fünf Erdteilen war Roger Willemsen unterwegs, um seine ganz persönlichen Enden der Welt zu finden. Manchmal waren es die großen geographischen: das Kap von Südafrika, Patagonien, der Himalaja, die Südseeinseln von Tonga, der Nordpol. Manchmal waren es aber auch ganz einzigartige, individuelle Endpunkte: ein Bordellflur in Bombay, ein Bett in Minsk, ein Fresko des Jüngsten Gerichts in Orvieto, eine Behörde im kriegszerrütteten Kongo, eine Bahnstation in Birma. Willemsen bestieg einen sibirischen Vulkan und besuchte ein chilenisches Gefängnis, reiste mit einem russischen Eisbrecher und entkam auf einer pazifischen Insel einem Schiffsunglück, besuchte das Exil der Tuaregs in der Sahara und den Ort der Scheintoten in Katmandu.

An allen diesen Orten kam es zu außergewöhnlichen Ereignissen und existentiellen Wendungen, zu rätselhaften Todesfällen und mysteriösen Verstrickungen und immer wieder auch zu bemerkenswerten Begegnungen, die sich zu Geschichten verdichteten. Immer geht es in diesen grandiosen literarischen Reisebildern von den Enden der Welt auch um ein Enden in anderem Sinn: um ein Ende der Liebe und des Begehrens, der Illusionen, der Ordnung und Verständigung. Um das Ende des Lebens – und um den Neubeginn.

 

Seit dem Sommersemester 2010 lehrt Roger Willemsen als Honorarprofessor an der Humboldt-Universität Berlin.
Willemsen wurde mehrfach ausgezeichnet. Er erhielt u.a. den Grimme-Preis in Gold und den bayerischen Fernsehpreis, die Empfehlung von PEN International für die englische Ausgabe der „Afghanischen Reise“, sowie den Rinke-Preis 2009 für „Der Knacks” und den ITB Buch Award 2010 für „Die wundersamen Irrfahrten des William Lithgow”.

Am SA 12.11.2011 spielt - im Rahmen unserer kleinen, aber feinen Kleinkunstreihe - Roger Willemsen sein 
aktuelles Programm „Die Enden der Welt“ im Brunosaal (Klettenberggürtel 65).   
Beginn: 20 Uhr (Einlass: 19 Uhr).

 

Kontakt/Veranstalter: www.kultus-koeln.de

 

Thomas Schweinsberg
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